Palästina: Abbas auf Konfrontationskurs mit Extremisten
- Kontakt zu israelfeindlichen Organisationen abgebrochen
·Bus-Explosion
20 Tote in Israel - Ende für Frieden?
·Sperrzaun
Palästinenser sollen enteignet werden
·Sharon berät
Zieht sich Israels Armee zurück?
·Explosion!
Mind. eine Tote
in Café in Tel Aviv
Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag mit 20 Toten in Jerusalem ist die palästinensische Regierung auf Konfrontationskurs mit extremistischen Gruppen gegangen, um Israel ein Festhalten am Nahost-Friedensplan zu signalisieren. Abbas brach auch den Kontakt zu diesen israelfeindlichen Organisationen ab. Israel beriet unterdessen über mögliche Vergeltungsmaßnahmen.
Regierungschef Abbas wies am Mittwoch die Sicherheitskräfte an, die Hintermänner des Anschlags festzunehmen, zu dem sich am Vorabend die extremistischen Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad bekannt hatten.
Unmittelbar nach dem Anschlag hatte Israel die Sicherheitsgespräche mit den Palästinensern abgesagt und den geplanten Abzug aus zwei Städten im Westjordanland gestrichen. Außerdem wurden das Westjordanland und der Gaza-Streifen völlig abgeriegelt. Israelische Soldaten nahmen zudem in Hebron, der Heimatstadt des mutmaßlichen Attentäters, Militärkreisen zufolge 17 Personen fest.
Mindestens 20 Tote
Bei dem Anschlag in Jerusalem waren am Dienstagabend mindestens 20 Menschen getötet worden. Es wird mit weiteren Opfern gerechnet, da etwa zwölf der rund 80 Verletzten Israelis bei der Explosion lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der Selbstmordattentäter hatte sich in einem Bus in einem überwiegend von orthodoxen Juden bewohnten Stadtteil im Westen der Stadt in die Luft gesprengt.
Abbas sagt Auslandsreisen ab
Abbas sagte wegen des Anschlags alle Auslandsreisen ab und berief eine Dringlichkeitssitzung des palästinensischen Kabinetts für Mittwoch ein. Auch der palästinensische Präsident Arafat beraumte Sitzungen des Zentralkomitees der Fatah-Organisation sowie der Führung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ein. (APA/red)
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