Karlsruhe: 26 Hitzetote in Altenheimen
- Todesursache noch nicht geklärt - vermutlich Überhitzung
- Schweiz: Nach Hitzewelle drohen nun Lawinen und Hochwasser
·Hitze-Welle
Tausende Tote in ganz Südeuropa
·Prognose für die nächsten Tage
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Die August-Gluthitze hat in Altenheimen der Stadt Karlsruhe vermutlich 26 Menschenleben gekostet. Nach Angaben der stellvertretenden Leiterin des Karlsruher Gesundheitsamtes, Elisabeth Schacher, starben in einem einzigen Heim innerhalb der ersten beiden Augustwochen 15 alte Menschen. Elf der Betroffenen seien einem sehr hohen Fieber erlegen, sagte Schacher am Mittwoch.
Die Behörden vermuteten, dass die Heimbewohner auf Grund der anhaltenden Hitze an so genannter Hyperthermie, Überhitzung, starben. Hinweise auf einen infektiösen Erreger seien bisher nicht gefunden worden. Zu weiteren 15 Todesfällen sei es in anderen Altenheimen der Stadt gekommen. Zudem seien 31 hitzegeschädigte Heimbewohner in Kliniken verlegt worden, sagte Schacher. In Darmstadt waren acht Todesfälle bekannt geworden.
Laut Schacher waren in dem in der Karlsruher Innenstadt gelegenen Altenheim mit den elf Toten anhaltende Zimmertemperaturen von 30 Grad und mehr gemessen worden. Karlsruhe gehörte mit bis zu 40,2 Grad Celsius in der ersten August-Hälfte zu den heißesten Städten Deutschlands.
Schweiz: Lawinen- und Hochwassergefahr
In der Schweiz hat die Trockenheit die Borkenkäferplage und die Waldbrandgefahr verschärft. Die Folge dieser Waldschäden sei eine erhöhte Gefahr von Lawinen, Erosionen und Hochwasser, teilte die Konferenz der Forstdirektoren und der Kantonsförster mit.
Insbesondere Fichten seien durch die Trockenheit für Schädlinge anfällig geworden, hieß es. In den Voralpen und Alpen spitzt sich die Borkenkäfersituation drastisch zu. Es sei davon auszugehen, dass borkenkäferbedingte Schäden die Prognosewerte zu Jahresbeginn weit übertreffen. (APA/red)
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