Bush erlaubt wieder Anti-Drogenflüge in Kolumbien
- Programm 2001 nach Abschuss eines Passagierjets gestoppt

US-Präsident Bush hat grünes Licht für die Wiederaufnahme der Anti-Drogenflüge zunächst in Kolumbien gegeben. Das grenzübergreifende Programm war im April 2001 gestoppt worden, nachdem ein peruanisches Kampfflugzeug versehentlich eine zivile Passagiermaschine abgeschossen hatte.
Dabei waren eine Missionarin aus den USA und deren Baby ums Leben gekommen. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, "damit nicht wieder Unschuldige bei solchen Abfangaktionen ihr Leben verlieren", teilte das Weiße Haus am Montag weiter mit.
Das Programm sieht vor, dass Amerikaner den Luftraum überwachen und der kolumbianischen Luftwaffe verdächtige Flugzeuge melden. Mögliche Gegenmaßnahmen bis hin zum Abschuss solcher Maschinen sollen jedoch strikt den Kolumbianern vorbehalten bleiben.
In Peru bedürfe es vor einer Wiederaufnahme der Flüge wegen des schlechteren Ausbildungsstandes der Luftwaffe und veralteter Technik jedoch noch einer längeren Vorbereitung. Kolumbien ist weltweit der größte Produzent von Kokain und eines der wichtigsten Herkunftsländer für Heroin. Der größte Teil der Drogen wird von Konsumenten in den USA gekauft. (APA/red)
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