Jerusalem: Israel will Palästinenser enteignen
- Grund: Geplanter Ausbau der Sperranlangen
·Sharon berät
Zieht sich Israels Armee zurück?
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Mind. eine Tote
in Café in Tel Aviv
Israel will zum Ausbau seiner Sperranlagen bei Jerusalem zahlreiche palästinensische Landbesitzer enteignen. Laut einem palästinensischen Kartografen erhielten Ende voriger Woche Dutzende Familien in den Ortschaften Abu Dis, Issariyeh, Tsur Baher und El Sawahreh el Sharkia entsprechende Enteignungsverfügungen der israelischen Behörden. Das israelische Verteidigungsministerium bestätigte dies.
Der in dem Gebiet geplante 5,5 Kilometer lange elektrische Sperrzaun würde die Bewohner sowohl von Jerusalem als auch vom Hinterland im Westjordanland abschneiden. Zehntausende Palästinenser könnten dann nur eine von israelischen Soldaten kontrollierte Straße benutzen, um in das umzäunte Gebiet zu gelangen oder es zu verlassen, sagte der Kartograf Tufakji.
"Das heißt, dass alle diese Orte am Rande Jerusalems isoliert sind." Unter dem Deckmantel der Sicherheit setze Israel einen Plan zur Isolierung der Ortschaften um Jerusalem herum um und verwandle sie in abgeschiedene Kantone.
Wie aus israelischen Sicherheitskreisen verlautete, könnte mit dem Bau der neuen Sperranlagen bereits innerhalb eines Monats begonnen werden. Voraussetzung sei, dass die betroffenen Palästinenser nicht gegen die Landenteignungen vor Gericht klagten. Verteidigungsminister Mofaz verteidigte unterdessen bei einer Besichtigung der Sperranlagen nahe der jüdischen Siedlung Alfei Menashe den Ausbau der Anlagen einschließlich der bei Jerusalem.
Die Sperranlagen sollen verhindern, dass Selbstmordattentäter auf israelisches Gebiet gelangen. Die palästinensische Autonomiebehörde kritisiert den Bau der Sperranlagen scharf. Aber auch die USA sehen darin "ein Problem", wie es Außenminister Powell wiederholt formulierte.
(apa)
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