Dienstag, 19. August 2003

Sharon berät über israelischen Truppenabzug

Israels Premier Ariel Sharon hat am Dienstag eine Beratung mit Sicherheitsexperten über den geplanten Abzug aus vier weiteren Palästinenserstädten des Westjordanlandes begonnen. Laut Medien geht es um die Forderungen an die Palästinenser hinsichtlich des Umgangs mit gesuchten Extremisten nach einer Übergabe der Kontrolle in den Städten Jericho, Kalkilia, Ramallah und Tulkarem.

An dem Treffen nahmen unter anderem Verteidigungsminister Shaul Mofaz und der Chef des Inlandsgeheimdienstes Shin Beth, Avi Dichter, teil.

Die für Montag vereinbarte Übergabe der ersten beiden Städte war nach einem Streit zwischen Sicherheitsexperten beider Seiten kurzfristig abgesagt worden. Repräsentanten Israels und der Palästinenser wollten sich am Dienstag erneut treffen, um die Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.

Nach israelischen Angaben ging es bei dem Streit um die Überwachung palästinensischer Extremisten nach einem Abzug der Armee. Nach palästinensischer Darstellung gab es hingegen keine Einigung über den Abzug, weil Israel den Abbau von Straßensperren am Rande von Jericho und Kalkilia verweigerte. Aus palästinensischer Sicht wäre der Abzug damit eine rein "kosmetische" Geste. (APA/red)

19.8.2003 08:48