Dienstag, 19. August 2003

Iran will Atomprogramm nicht stoppen

Der geistliche Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, hat westlichen Forderungen nach einem Stopp des Atomprogramms des Landes eine Absage erteilt. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA vom Dienstag sagte Khamenei vor iranischen Diplomaten in Teheran, die Nuklearprojekte des Landes hätten friedliche Ziele. Das Land wolle keine Atomwaffen bauen.

Khamenei, der in allen politischen Angelegenheiten die Entscheidungsgewalt hat, erklärte, die westlichen Forderungen seien grundlos und unfair. Deshalb seien sie auch nicht akzeptierbar. Er kritisierte, dass Washington alle Staaten der Erde dazu bringen wolle, nach dem Willen der USA zu handeln. Jede Konzession gegenüber den USA bezeichnete Khamenei als schweren strategischen Fehler.

Nach einem iranischen Medienbericht haben die Außenminister von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Russland Teheran in einem dringenden Brief aufgefordert, das Protokoll zur Inspektion von Atomanlagen zu unterzeichnen. Dazu gab es vom Außenministerium in Teheran keine offizielle Stellungnahme. (APA)

19.8.2003 08:25