Nach Kelly-Tod: Campbell bestreitet Manipulationen
- Blair-Sprecher will Irak-Bericht nicht "sexier" gemacht haben
·Kelly-Tod
Hoon akzeptiert Sündenbock-Rolle
·Nach Kelly-Tod
Journalist belastet Blair-Berater!
·David Kelly
Biowaffenexperte
in Diensten Blairs
Der unter Druck geratene Kommunikationschef der britischen Regierung, Alastair Campbell, hat am Dienstag vor der Ermittlungskommission zum Fall Kelly abermals bestritten, Geheimdienstinformationen über das irakische Bedrohungspotenzial aufgebauscht zu haben. Vielmehr habe er einen unbedingt sachlichen Bericht angefordert, auf dessen Inhalt er aber keinen Einfluss gehabt habe.
Campbell erklärte vor der Kommission von Ermittlungsrichter Lord Brian Hutton, er habe zu keinem Zeitpunkt einen schriftlichen Beitrag für das Dossier geliefert oder sonst irgendwie Einfluss auf den Text genommen. Die Quelle der umstrittenen Behauptung, der Irak könne binnen 45 Minuten Massenvernichtungswaffen einsetzen, sei ihm nicht bekannt.
Der Waffenexperte David Kelly soll Campbell im Gespräch mit BBC-Reporter Andrew Gilligan beschuldigt haben, den 45-Minuten-Aspekt in das Dossier vom vergangenen September aufgenommen zu haben, obwohl der Geheimdienst wegen Unzuverlässigkeit der Quelle davon abgeraten habe. Die Aussendung von Gilligans Rundfunkbericht am 29. Mai löste eine Kettenreaktion von Beschuldigungen aus und führte schließlich zum Selbstmord Kellys am 18. Juli.
(apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
