Sonntag, 24. August 2003

Welser Westspange: Neue Autobahn für Oberösterreich

  • Lückenschluss bringt 30 Minuten Fahrzeitverkürzung

Mit einem Festakt in Anwesenheit zahlreicher politischer Prominenz wird heute die Welser Westspange feierlich eröffnet. Die Verkehrsfreigabe dieser letzten Lücke zwischen Wels West und dem Knoten Voralpenkreuz auf der A 8 Innkreis Autobahn kam erst nach einem endlosen Tauziehen zustande.

Kanzler Schüssel ist voll der guten Worte über die neue Straße: "Durch die Welser Westspange werden drei Hauptschlagadern des europäischen Verkehrsgeschehens miteinander verbunden: die West-, die Inntal- und die Pyhrn Autobahn. Sie bildet damit eine Drehscheibe für den Warenaustausch zwischen dem Nordosten und Südwesten Mitteleuropas."

"Unter Tag"
Für die Anrainer entlang der B 138 Pyhrnpass Straße sowie die Welser Bevölkerung bedeutet der Lückenschluss der Innkreis Autobahn mehr Lebensqualität durch weniger Lärm, denn ein Großteil der Welser Westspange liegt "unter Tag".

ASFINAG Vorstandsvorsitzender Dr. Walter Hecke: "4,3 Kilometer bzw. rd. 40 Prozent der gesamten elf Kilometer langen Trasse sind eingehaust und führen durch Unterflurtrassen. Damit wurde dem Schutz der Anrainer wie insgesamt dem Umweltschutz in größtmöglichem Ausmaß Rechnung getragen."

Teurer Umweltschutz
Die Kosten für die Welser Westspange betragen 142 Mio Euro und werden finanziert durch die Maut- und Vignetteneinnahmen der ASFINAG. Das Projekt ist damit einer der teuersten Straßenbauten in Österreich. Grund ist nicht nur die lange Verzögerung durch den Kampf zahlreicher Bürgerinitiativen dafür und dagegen.

Auch der Umweltschutz-Gedanke trieb die Kosten in die Höhe. Die Straße geht ausgerechnet durch ein wichtiges Laichgebiet von Fröschen und Kröten. Entlang der Strecke gibt es deshalb Fangrinnen und Kübel, damit die Tiere nicht dem Straßenverkehr zum Opfer fallen.
(red)

24.8.2003 21:58