Forschung verlangt mehr Mittel
Mehr Mittel für die Forschung haben am Samstag zum Abschluss der 20. Technologiegespräche in Alpbach Wissenschaft und Industrie gefordert. Zwar solle die österreichische Wissenschaft nicht jammern. "Das heurige Budgetjahr für die Forschung macht es uns aber schwer, froh gestimmt zu bleiben"
Das sagt der scheidende Rektor der Wiener Universität für Bodenkultur, März.
So sei es schwer an das Ziel von Infrastrukturminister Gorbach der Anhebung der Forschungsquote auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2006 zu glauben, so März. Gorbach und Bildungsministerin Gehrer hatten am Donnerstag in Alpbach eine erfolgreiche Bilanz über die bisherigen Maßnahmen im Forschungs- Bereich gezogen. Mit 4,2 Mrd. Euro, davon 1,4 Mrd. Euro vom Bund, sei 2002 das bisher beste Jahr für Forschung und Entwicklung in Österreich gewesen.
Der Boku-Rektor zeigte sich am Samstag skeptisch. Die "ausgeprägten Hinweise" von Gorbach und Gehrer am Forum Alpbach, wie gut das Vorjahr war, seien "verräterisch und sagen viel über heuer aus". Die derzeitige Forschungsquote von 1,96 Prozent sei noch kein Grund zur Freude, es dürfe noch "ein bisschen mehr" sein. "In einer Phase der Umbrüche, die eine Zeit der Aufbrüche sein sollte, restriktive Schritte zu setzen, tut den Universitäten und der Forschungslandschaft nicht gut", so März.
Außerdem, betonte der Professor, sei er "Gorbach sehr dankbar, dass er die besten Köpfe nach Österreich holen möchte". Er hoffe, "dass seine Überlegungen bis hin zum Fremdenrecht auch in das Parteiprogramm der FPÖ Eingang finden möchten". Gorbach hatte am Donnerstag eine "Forscherrückholaktion" angekündigt.
(apa)
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