Mittwoch, 20. August 2003

Schrecklich! Schwerer Fall von Tierquälerei in Graz

  • Ehepaar lebte zwischen Skeletten und 23 Vierbeinern
  • Kot stand knöchelhoch; Mann angezeigt, Frau in Psychatrie

Ein unglaublicher Fall von Tierquälerei ist jetzt in Graz aufgeflogen! Ein Ehepaar lebte zwischen 23 verwahrlosten Hunden, zahlreichen Skeletten und in knöchelhohem Hundekot. Tierrettung und Feuerwehr trauten ihren Augen nicht, als sie die Tiere in einer mehrstündigen Aktion in Sicherheit brachten. Die Hundebesitzer wurden angezeigt, die Frau weiters in die Psychatrie eingeliefert.

Die Feuerwehrleute wurden bei ihrem Einsatz mit unfassbaren Zuständen konfrontiert: Knöcheltiefer Hundekot im ganzen Gebäude, dazu Skelette bereits verendeter Tiere (ein Schädel wies gar eine Einschusswunde auf!) zeugten von der Leidensgeschichte der aufgefundenen Tiere. "Das gesamte Haus befand sich in einem katastrophal verschmutzten, chaotischen Zustand, so dass man sich nicht vorstellen kann, dass dort Hunde oder gar Personen leben konnten", so Amtstierarzt Klaus Hejny.

Die verwahrlosten Tiere hätten sich im gesamten Haus befunden, verstreut in mehreren Zimmern fanden die Feuerwehrleute auch Skelettteile von bereits verstorbenen Hunden - ein Schädelknochen weist laut Hejny ein Einschussloch auf. "Wir können noch nicht sagen, um wie viele Tiere es sich überhaupt handelt", so der Amtstierarzt.

In einem mehrstündigen Einsatz wurden 23 Tiere in das Tierheim des Landestierschutzvereines in der Grabenstraße gebracht, wo sie nun versorgt werden. Die Hunde seien "nicht krank, aber auch nicht gut ernährt" gewesen, so der Tierarzt. Die Hundebesitzer - ein Ehepaar - werden wegen des Verdachtes auf Tierquälerei angezeigt. (APA/red)

20.8.2003 10:19