Rauch-Kallat gegen Einheits-Krankenkasse
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Ein klares "Nein" kommt von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat zur freiheitlichen Idee einer einzigen Krankenkasse. Gegen das steigende Defizit der Krankenkassen kann sich Rauch-Kallat einen "Maßnahmenmix" vorstellen.
"Die Kassen haben einen zusätzlichen Bedarf bis 2006 von knapp 900 Millionen Euro prognostiziert. Davon sind 400 Millionen Euro durch die Budgetbegleitgesetze gedeckt, durch den Unfallversicherungsbeitrag, durch die Erhöhung bei den Pensionisten, durch die Erhöhung bei den Angestellten", sagt Rauch-Kallat in der "Presse".
Positiv wertet die Ministerin, dass bei den Verwaltungskosten eingespart worden sei. In der Sozialversicherung seien dies bisher zehn Millionen Euro gewesen.
Unterschiede weg, trotzdem eigene Organisationen
Die Unterschiede bei den Krankenkassen wolle man nicht belassen. "Nein, der erste Schritt ist die Harmonisierung Arbeiter-Angestellte. Ein weiterer war die Fusion der Eisenbahner- und der Bergbauversicherung. Zwei Kleine kamen zum Schluss, das einzig Sinnvolle ist die Fusion. Ein gelungenes Modell. Es gibt ja nur noch zwei von Relevanz, die man zusammenlegen kann. Das sind die Gewerbetreibenden und die Bauern. Die Bauern wünschen sich das. Die Gewerbetreibenden sind in Sorge, weil sie weitaus bessere Leistungen haben und dafür weit mehr zahlen, nämlich um drei Prozent. Die Bauern können aber nicht mehr zahlen".
Gebühr für Chipkarte ist möglich
Angesprochen auf die Chipkarte, die Ende 2004 eingeführt werden soll und ob es dafür eine Gebühr geben wird, meinte Rauch-Kallat, dies könne sie derzeit noch nicht sagen. Eine Abschaffung der Krankenscheingebühr könne sie sich nicht vorstellen. (APA)
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