Mittwoch, 13. August 2003

So früh wie zuletzt vor 110 Jahren: Am 11. August begann die Weinlese in Bordeaux

  • Im Vorjahr begann die Ernte erst am 10. September
  • Europas Winzer erwarten Spitzenjahrgang!

Europas Winzer hoffen auf einen Spitzenjahrgang. In einigen Regionen Frankreichs, Italiens, Deutschlands und auch Österreichs lief Mitte August die Weinlese an. Rekord wird aus Bordeaux gemeldet: Hier begann die Ernte so früh wie zuletzt vor 110 Jahren.

Zwar werden geringere Mengen erwartet, dafür weisen einige Traubensorten in der Pfalz schon jetzt überdurchschnittlich hohe Mostgewichte auf. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts Voraussetzung für einen Spitzenjahrgang.

Im Bordeaux, dem wichtigsten französischen Weingebiet, hat die Weinlese so früh wie seit 110 Jahren nicht mehr begonnen. Den Anfang machte am 11. August ein Weingut, das im vergangenen Jahr mit der Ernte der weißen Trauben erst am 10. September begonnen hatte.

Die Fachleute im Bordelais rechnen mit einem sehr guten Weißwein-Jahrgang, während für den späteren Roten die nächsten Wochen entscheidend sein werden.

"Die Trauben sind in perfektem Zustand, mit einem Alkoholgehalt von etwa 14 Grad, das hat es noch nicht gegeben", sagte der Vize- Direktor des Weingutes "Chateau Haut-Brion", Jean-Philippe Delmas.

Hitze, Trockenheit und Sonne haben sich auch im Beaujolais höchst erfreulich auf die Trauben ausgewirkt. Drei Wochen früher als sonst begann auch dort die Ernte. Das einzige Problem der Weingüter ist, schnell und ausreichend Saisonarbeiter für die Weinlese zu bekommen.

Die italienischen Winzer rechnen mit einem Spitzenwein. Selbst in einigen Regionen Norditaliens werden die Trauben schon gepflückt - so der erste Pinot Grigio und Chardonnay bei Franciacorta in der Lombardei. (APA)

13.8.2003 09:20
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