Rezession in der Schweiz verschärft sich
Die Rezession der Schweizer Wirtschaft verschärft sich. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) rechnet nunmehr mit einer Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im laufenden Jahr von 0,3 Prozent. Noch im Mai hatte das seco eine Stagnation (0,0 Prozent) prognostiziert.
Insbesondere beim privaten Konsum und den Waren- und Dienstleistungsexporten zeichne sich eine deutlich schwächere Entwicklung ab als noch vor drei Monaten, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.
Dennoch verbreiten die Konjunkturexperten von Wirtschaftsminister Joseph Deiss weiterhin Optimismus: "Eine Rückkehr zu einer wieder expandierenden Wirtschaft ist für das Jahr 2004 nach wie vor zu erwarten." Voraussetzung sei allerdings, dass der Euroraum zu einem deutlichen Wachstum zurückfinde und der Frankenkurs nicht wesentlich steige.
Die Schweiz war im vergangenen Winter in die Rezession abgerutscht. Das BIP lag im letzten Quartal 2002 um 0,7 Prozent im Minus. Im ersten Quartal 2003 betrug die Rate gar -1,0 Prozent. Für das zweite Quartal will das seco die Zahlen am 4. September vorlegen.
(apa)
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