Freitag, 15. August 2003

Fernost-Märkte von Stromausfall in USA kaum berührt

  • Dollar zum Yen nur zeitweise belastet

Ein kompletter Stromausfall im Osten der USA und in einigen Städten Kanadas - nicht weniger als 50 Millionen Menschen waren betroffen - hat am Freitag die Aktienmärkte in Fernost kaum bewegt. Der Dollar war zum Yen nur zeitweise etwas belastet. Investoren sagten, da es sich den US-Behörden zufolge nicht um einen Anschlag handle, beruhigten sich die Trader nach kurzer Panik und kauften fleißig weiter.

Die Märkte in Fernost präsentierten sich uneinheitlich. In Tokio gab der Nikkei-Index im Verlauf seine zeitweise kräftige Zuwächse in Folge von Gewinnmitnahmen fast vollständig wieder ab. Am Devisenmarkt legte der Dollar zum Euro leicht zu. Der Euro sank auf Kurse um 1,1250 Dollar nach zuletzt rund 1,1280 Dollar in New York.

In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im späten Geschäft mit 9890 Punkten 0,3 Prozent leichter, nachdem er zuvor die wichtige Marke von 10.000 Punkten geknackt hatte. Der breiter gefasste Topix-Index notierte mit 965 Zählern praktisch unverändert. "Die Auswirkungen des Stromausfalls in New York auf die Stimmung am Markt scheint nur gering zu sein. Wir haben hier vor allem ausländische Käufer, welche wie schon gestern den Markt nach oben getrieben haben", sagte ein Händler. Die frühen Zugewinne in Tokio hatten den fünften Tag in Folge Kursgewinne bedeutet, was viele Investoren nach Händlerangaben zu Gewinnmitnahmen veranlasste.

Nach positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten hatte die Wall Street am Donnerstag fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte um 0,4 Prozent auf 9310 Punkte zugelegt, der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,66 Prozent auf 990 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,81 Prozent auf 1700 Punkte. In Frankfurt war der Dax mit einem Plus von 1,58 Prozent bei 3452 Punkten aus dem Handel gegangen. In Singapur gaben die Aktienkurse am Freitag nach, in Hongkong und Taiwan dagegen überwogen Kursgewinne.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar zum Yen im Verlauf bei Kursen von 118,95 Yen und damit etwas schwächer als zuletzt im US-Handel mit knapp über 119 Yen. Händler sagten, sie erwarteten keine nachhaltigen Auswirkungen auf den Kurs der US-Währung in Folge des Stromausfalls. Sowohl die US-Notenbank als auch die Bank von Japan teilten mit, ihre Handelssysteme seien von dem Stromausfall in den USA nicht beeinträchtigt.
(apa, red)

15.8.2003 08:34

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