Kaufrausch: Österreicher ihr geben immer öfters Geld in Osteuropa aus
- Euro in Osteuropa im Schnitt beinahe doppelt soviel wert wie zu Hause
- Einkaufsländer werden auch zu beliebten Urlaubsdestinationen
Die Reiseverkehrsausgaben der Österreicher in Zentral- und Osteuropa (CEE) sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es 13 Prozent der gesamten österreichischen Urlaubsausgaben. "Die Österreicher geben heute bereits fast soviel in Osteuropa aus wie in Italien", analysiert Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) Konzernvolkswirtschaft.
Laut einer akutellen Analyse der BA-CA geben die Österreicher in Ungarn, aber auch in Tschechien und Kroatien bereits mehr Geld aus als im Urlaubsland Türkei.
Bei den Ausgaben in den CEE-Ländern spielt der "Einkaufstourismus" eine wesentliche Rolle, so die Experten. In Ungarn haben die Österreicher laut BA-CA 2002 fast 500 Mio. Euro ausgegeben, einen Großteil davon für Einkäufe. Gleichzeitig entwickeln sich viele der Länder zu echten Urlaubsdestinationen. Kroatien, Rumänien und Bulgarien erleben laut Untersuchung einen regelrechten Boom. Außerdem werden die Ausgaben für Geschäftsreisen immer wichtiger.
Extrem niedriges Preisniveau
Abgesehen von der geografischen Nähe und den touristischen Eigenheiten der einzelnen Länder, spiele das niedrige Preisniveau weiterhin eine wichtige Rolle. Dies gelte nicht nur für den Einkaufstourismus, sondern zunehmend auch für den Urlaub, heißt es weiter. "Im Durchschnitt ist der Euro in Osteuropa fast doppelt so viel wert wie in Österreich", errechnet der BA-CA-Ökonom. 100 Euro in Österreich sind 150 Euro in Kroatien und Slowenien wert, in Bulgarien sogar 400 Euro.
Reiseverkehrsausgaben werden weiter steigen
Obwohl sich das Preisniveaus in den vergangenen Jahren bereits etwas angeglichen hat, liege es damit in den CEE-Ländern noch immer deutlich unter dem Österreichs, aber auch Italiens, Griechenlands oder der Türkei. In den kommenden Jahren sollten die Reiseverkehrsausgaben der Österreicher in Osteuropa laut BA-CA weiter steigen: Zwar werde der weitere Anstieg im Preisniveau den reinen Einkaufstourismus reduzieren, allerdings werden die Reiseausgaben mit dem Ausbau der touristischen Infrastruktur weiter hinaufgehen. (apa/red)
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