Schweizer Wirtschaft wird sich erst 2004 erholen
- Wachstumsprognose 2004 bei 1,5 Prozent
- Euro bis Jahresende bei 1,58 Franken erwartet
Die Volkswirte der Raiffeisen Zentralbank (RZB) sehen wie auch ihre Kollegen in der Schweizerischen Nationalbank eine Erholung der Schweizer Konjunktur erst im Laufe des Jahres 2004. Im Zuge dessen dürfte sich der Franken bis Jahresende 2003 weiter bis auf 1,58 Franken je Euro abschwächen, schreibt die RZB in einer aktuellen Währungsanalyse.
Bereits im ersten Quartal 2003 schwächte sich die Konjunktur ab, so die Experten. Obwohl die geopolitischen Unsicherheiten inzwischen weitgehend gewichen sind, werde die wirtschaftliche Situation in der Schweiz schwierig bleiben. Für das Jahr 2003 liegt die Wachstumsprognose der RZB bei 0,2 Prozent. Im darauf folgenden Jahr werde die anhaltend expansive Geldpolitik günstig wirken, wodurch die Prognose für das Wirtschaftswachstum auf 1,5 Prozent für 2004 angehoben wird.
Dann könnte die Schweizerische Nationalbank im ersten Halbjahr 2004 eine Zinsanhebung andenken, erwartet die RZB. Im Markt seien jedenfalls bereits Zinsanhebungen um 25 Basispunkte in den kommenden sechs Monaten und 50 Basispunkte für die nächsten zwölf Monate eingepreist.
Franken unter Druck
Die Inflation dürfte in der Schweiz bereits den Boden erreicht haben, während die Währungsexperten für Euroland von einer weiter rückläufigen Tendenz ausgehen. Sie rechnen mit einer voranschreitenden Aufwertung der Gemeinschaftswährung sowohl gegenüber dem Dollar, als auch im Vergleich zum Schweizer Franken. Selbst die heuer erwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte der Abwertung des Frankens "nicht mehr entscheidend entgegenwirken können", heißt es in der Analyse. Langfristig bleibe der Franken allerdings eine Aufwertungswährung, schränkt die RZB ein.
Solange sich die Euro-Dollar-Korrektur fortsetze, werde der Euro zwischen 1,53 und 1,55 Franken schwanken. Ist der Wirtschaftsaufschwung aber voll und ganz in den Märkten eingepreist und setzten die Investoren wieder verstärkt auf den Euro, sollte der Franken unter Druck kommen. (apa/red)
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