1,3 Mio. Aktien in 4 Sekunden verkauft: Aufsicht prüft VA-Tech-Teilprivatisierung
- Hohes Handelsvolumen im Kursverlauf nicht widergespiegelt
Der Blitz-Deal: 1,3 Mio. Aktien wurden in 4 Sekunden verkauft, der Kurs veränderte sich kaum: Grund genug, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) den Aktienverkauf der ÖIAG und der Deutschen Bank von 9 Prozent des VA-Tech-Kapitals vom vergangenen Freitag unter die Lupe nehmen wird: "Die Finanzmarktaufsicht schaut sich grundsätzlich alle auffälligen Transaktionen an der Wiener Börse an".
Das sagte FMA-Pressesprecher Klaus Grubelnik am Montag zur APA. Beim VA Tech-Deal bestehe die Auffälligkeit darin, dass ein riesiges Verkaufsvolumen (1,3 Millionen VA Tech-Aktien) an einem einzigen Tag zu keiner besonderen Kursbewegung geführt habe. VA Tech haben am Freitag bei 25,25 Euro geschlossen, knapp über dem Eröffnungskurs von 25,10.
Die Auffälligkeiten passierten am Nachmittag, als praktisch der gesamte Block binnen kürzester Zeit verkauft wurde, ohne dass sich der VA Tech-Kurs dadurch nennenswert bewegte. Allein in vier Sekunden knapp vor 16.30 Uhr wanderten 1.291.240 Stück VA Tech-Aktien durch den Börsecomputer. Der Kurs der VA Tech ging in diesem Augenblicksmoment nur marginal von 24,91 auf 24,60 Euro zurück. Zu diesem Kurs, dem Tagestiefstwert, wurde auch der größte Einzelblock von 801.490 Aktien platziert. Der Tageshöchstwert von 25,45 Euro wurde knapp vor Börseschluss um 17.30 Uhr erreicht.
Beobachter schließen nun nicht aus, dass die Aktienpakete bereits im Vorfeld an verschiedene Abnehmer fix zugesagt worden sein könnten. Investoren, die nicht zum Kundenkreis der Deutschen Bank gehörten, die von der ÖIAG mit dem Verkauf des 9-Prozent-Pakets beauftragt worden war, hätten damit keine Chance gehabt, zum Zug zu kommen. (APA/red)
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