Paris prüft wegen Hitze Regeln für Atomkraftwerke
- Sondersitzung der Minister wegen möglicher Energie-Engpässe
Wegen der ungewöhnlichen Hitzewelle prüft die französische Regierung Ausnahmeregeln für die Atomkraftwerke des Staatskonzerns Electricite de France (EDF). Denkbar sei, dass das Reaktor-Kühlwasser beim Einleiten in die Flüsse "teilweise wärmer sein dürfe als sonst", beruhigte die zuständige Ministerin Nicole Fontaine - die Ex-EU-Parlamentschefin aus der Zeit der Österreich-Sanktionen.
Fontaine versicherte, in jedem Falle würden die ökologischen Auswirkungen solcher Ausnahmeregeln bedacht.
Die Einleitung von Reaktor-Kühlwasser in Frankreichs Flüsse ist behördlich geregelt, um eine übermäßige Erwärmung mit Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern.
Bürger sollen Energie sparen
Die EDF hatte Ausnahmegenehmigungen gefordert, nachdem sie wegen der Hitze bereits die Stromproduktion in mehreren ihrer Atomkraftwerke drosseln musste. Fontaine sagte, die Lage sei nicht alarmierend. Die Bürger sollten aber Energie sparen, etwa durch das Löschen von nicht benötigtem Licht oder das Einschalten von Klimaanlagen erst beim Betreten eines Raumes.
(apa, red)
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