Freitag, 15. August 2003

Mageres 2:1 von FC Kärnten gegen Grindavik

  • Aufstieg in den UEFA-Cup-Hauptbewerb wird zur Zitterpartie
  • Anschlusstreffer der Isländer fiel knapp vor Schluss

Der FC Kärnten hat zwar als einziger österreichischer Europacup-Starter in dieser Woche einen Sieg gefeiert, das 2:1 im Hinspiel der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Grindavik aus Island war aber eine magere Ausbeute. Die Kärntner führten bereits 2:0, ehe den Gästen kurz vor Schluss noch der Anschlusstreffer gelang, der das Rückspiel am 28. August in Island zu einer Zitterpartie macht.

Nur 2.300 Fans waren ins Wörthersee-Stadion gekommen, die Heim- Mannschaft war aber trotz des Fehlens einiger Stützen gegen die Halb- Amateure aus Island zunächst drückend überlegen. Allerdings taten sich die Kärntner gegen das Abwehr-Dickicht des defensiven Gegners sehr schwer.

Kein Wunder, dass bei Dauerregen und rutschigem Boden das 1:0 aus einer Standard-Situation fiel. Und dieses war praktisch eine Kopie des Führungstreffers vom jüngsten Bundesliga-Spiel gegen Bregenz. Wieder trat Kärntens Jungstar Robert Schellander (20) zum Freistoß an und jagte den Ball aus gut 30 Metern mit einem satten Flachschuss ins Tor.

Abschlussschwäche von Kärnten
In der Folge spielten die Hausherren mehrere gute Chancen heraus, doch beim Abschluss fehlte der entscheidende Punch. Und das hätte sich fast gerächt. Denn nach vernebelten Chancen durch Schellander und Ambrosius hätte die erste wirkliche Chance fast den Ausgleich gebracht, aber Goriupp rettet bei einem Kopfball von O. Bjarnasson in Extremis (66.).

Mitten in diese Aufbruchstimmung der Gäste fiel dann aber das 2:0 für Kärnten. Papac' Energieanfall wurde erst im Strafraum durch ein Foul gestoppt, den dafür zurecht verhängten Elfmeter verwandelte Kabat. Wer aber dachte, dass die Kärntner dieses Wunschergebnis sicher nach Hause spielen, sah sich getäuscht. Nach einem Eckball wurde das Leder zum völlig frei stehenden Floventsson verlängert, der Isländer war per Kopf zur Stelle (85.). (apa)

15.8.2003 11:08