Gemetzel: Klarer 5:1-Sieg des GAK gegen dezimierte Kärntner
- Kärntner foulten, Steirer schossen lieber Tore
- Drei Kopfball-Tore, nur "Ungeheuer" Ehmann war mit dem Fuß zur Stelle
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Der GAK besiegte in einer Partie zweier Europacup-Starter den FC Kärnten klar mit 5:1 (1:1) und ist damit neben Tabellenführer Rapid der einzige ungeschlagene Bundesliga-Klub. Nach einer offenen ersten Hälfte sah Kärnten-Libero Heimo Vorderegger unmittelbar vor dem Pausenpfiff "gelb-rot", gegen die dezimierten Gäste machten die Grazer dann nach dem Wechsel innerhalb weniger Minuten alles klar.
Der GAK hatte schon vor der Pause mehr vom Spiel, viel Aufregendes gab es neben den beiden Toren aber nicht. Nach dem 1:0 durch den mazedonischen Team-Stürmer Naumoski (8.) kam in der 39. Minute wieder einmal ein sehenswerter Auftritt von Kärnten-Jungstar Robert Schellander. Wie zuvor gegen Bregenz und gegen Grindavik jagte der 20-Jährige einen Freistoß flach und aus fast 30 Metern zum 1:1 ins GAK-Tor.
"Aufgeweckt" von Trainer Walter Schachner übernahm der GAK dann nach der Pause gegen die dezimierten Kärntner eindeutig das Kommando und spielte innerhalb von fünf Minuten einen vorentscheidenden Vorsprung heraus. Tokic erzielte mit einem Kopfball-Aufsetzer das 2:1 (51.), dann parierte Goriupp einen gefährlichen Schuss von Naumoski aus spitzem Winkel (52.), ehe Kollmann ebenfalls per Kopf nach einem Corner und einer Kopfball-Vorlage von Aufhauser auf 3:1 (56.) stellte.
Nachdem Kollmann auch noch einen Lattenpendler fabriziert hatte (57.) war dann ausgerechnet "Kopfball-Ungeheuer" Toni Ehmann beim 4:1 mit dem Fuß zur Stelle. Im Fallen erzielte der Kapitän nach Kulovits-Pass aus zwölf Metern das 4:1. Ehrensache, dass Naumoski dann das 5:1 wieder mit dem Kopf erzielte. Der Mazedonier traf dann in der 89. Minute auch noch die linke Stange, es war ein mehr als verdienter Sieg für die Grazer.
"Superfundis" gewinnen
UEFA-Cup-Starter SV Salzburg und Ex-Meister Sturm Graz zieren auch nach der fünften Runde der Fußball-Bundesliga das Tabellenende. Die weiter punktlosen Mozartstädter gingen am Samstagabend in der Südstadt gegen die Admira, die ihren ersten Saisonsieg verbuchte, mit 0:4 unter. Auch Sturm verlor in Pasching gegen den FC Superfund 1:2.
Salzburg will sich verstärken
Verzweiflung macht sich vor allem in Salzburg breit. Im Vorjahr vier Auftaktpleiten in Folge, nun bereits fünf Schlappen en suite. "Wir müssen etwas machen", weiß ein zerknirschter Söndergaard, dass die Zeit des Abwartens vorüber ist. "Es wird Verstärkungen geben. Wir brauchen frisches Blut und neue Gesichter", erklärte der Däne, der aber noch keine Namen nennen will. Söndergaard erinnert an die vergangene Saison, als mit der Verpflichtung von Routinier Kirchler ein Ruck durchs Team ging und die tolle Aufholjagd begann.
Auch die Auslosung meint es derzeit mit den Salzburgern nicht wirklich gut, denn am Wochenende wartet nach Pasching (2:3) und Admira (0:4) das dritte Auswärtsspiel in Serie, ausgerechnet gegen Sturm Graz. Und eine Runde später ist dann Meister Austria zu Gast in Salzburg. Harte Wochen für Söndergaard, der sich bewusst ist, dass er alles andere als fest im Sattel sitzt.
"Blackies" sehen weiterhin schwarz
Keineswegs rosig ist die Lage auch bei den "Blackies" aus Graz, die seit 26. April 2003 (3:2 in Pasching) ohne vollen Erfolg sind. "Es wird Konsequenzen geben, aber die sage ich der Mannschaft", erklärte Trainer Gress, der mit Seitenhieb auf Neuzugang Franck Silvestre hinzufügte: "Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Wenn wir ein bisschen mehr Intelligenz gezeigt hätten, dann hätten wir das Match nicht mit zehn Mann beenden müssen."
Neuzugang Silvestre sah alt aus
Der französische Ex-Team-Verteidiger war eines der Hauptopfer des weiterhin aus allen Rohren feuernden Edi Glieder. Der 34-Jährige, mit seinem Doppelpack neuerlich Matchwinner, hängte dem um ein Jahr älteren Silvestre im Alleingang (Foul und Trikothalten) die Gelb-Rote Karte an.
Torjäger Edi Glieder erzielte beide Treffer für die Hausherren, der 34-Jährige führt nach diesem Doppelpack mit sieben Tore in vier Meisterschaftspartien die Schützenliste überlegen an. Während Pasching den zweiten Saisonerfolg feierte, hält Sturm als Tabellenvorletzter weiter nur bei einem mageren Pünktchen.
Glieder zu alt fürs Nationaltem?
Rundum glücklich ist "Meister Edi" aber nicht, die Nicht-Berücksichtigung durch Teamchef Hans Krankl wurmt ihn doch ein wenig. "Ich bin angefressen und hoffe, dass das die richtige Antwort war." Krankl selbst weilte am Samstag in der Südstadt und meinte zu diesem Thema: "Ich gratuliere dem Edi. Mit 34 Jahren passt er aber nicht wirklich in mein Verjüngungskonzept."
Schiri-Geschenk an Mattersburg
Aufsteiger SV Mattersburg feierte dagegen vor 9.000 Zuschauern im Pappelstadion einen 3:2-Heimsieg über SW Bregenz. Die Spiele der Burgenländer bleiben aber auch Garant für hitzige Atmosphäre und Schiri-Streitereien. Diesmal fühlten sich jedoch die Gäste aus dem Ländle von Referee Kern krass benachteiligt. Zurecht, denn dem Elfmeter zum 2:2 durch Kühbauer (75.) ging eine klare Schwalbe von Wagner voraus.
"Das war kein Strafstoß"
"Der Schiedsrichter war deplatziert und hatte keine Ahnung. So etwas kann man nicht akzeptieren", schnaubte Bregenz-Goalgetter Lawaree, dessen zwei Treffer unbelohnt blieben, vor Wut. Der Belgier war dennoch der heimliche Held des Abends, denn Lawaree spielte trotz nicht bestandenem Fitnesstest (Knöchelverletzung) ab der 15. Minute und traf zwei Mal ins Schwarze. Auch Schiri Kern gab nach Studium der TV-Bilder zu: "Das war kein Strafstoß."
(apa/red)
