Im Mittelpunkt der World Tour: Beach-Volleyballer kämpfen um Olympia-Plätze
- Für Berger/Doppler hat Formaufbau für Athen Priorität

Der unmittelbare Countdown für das olympische Beach-Volleyball-Turnier der Herren beginnt am Dienstag in Salvador. Am Strand der eine Flugstunde nördlich von Rio de Janeiro gelegenen Stadt findet das erste World-Tour-Turnier dieser Saison statt, zehn Turniere werden bis zur Deadline am 11. Juli für die Olympia-Qualifikation noch gewertet. Die Europameister Nik Berger/Clemens Doppler sind dabei. Robert Nowotny/Peter Gartmayer, Bernhard Strauß/Florian Gosch sowie Tom und Paul Schroffenegger spielen noch um Athen-Tickets.
Berger/Doppler machen sich auf Grund dieser Ausgangslage keinen Stress, bei einem Fehlstart in Brasilien und in der nächsten Woche in Kapstadt bliebe bis zur World-Tour-Fortsetzung im Mai Zeit zur Fehler-Analyse. Doch freilich hätten die ÖVV-Meister nichts gegen einen fulminanten Start in das Olympia-Jahr. "Wir können's gar nicht erwarten, dass es endlich los geht. Es ist nicht so leicht, wenn man vier Monate lang in der Beach-Halle trainiert hat", meldete Doppler vom zehntägigen Training in Rio am Strand von Ipanema.
Berger/Doppler sind am Sonntag angereist, für sie wird es aber erst mit Beginn des Hauptbewerbs am Donnerstag Ernst. Die übrigen drei ÖVV-Paare müssen schon am Dienstag in die harte Qualifikation. Die besten Karten auf einen möglichen zweiten ÖVV-Olympia-Platz haben Nowotny/Gartmayer, auch sie schufteten zuletzt in Rio. Die Basis-Arbeit war in Wien mit Sokol-Coach Martin Olejnak geleistet worden. Nowotny machte zuletzt jedoch ein Rückenwirbel zu schaffen, Gartmayer trainierte daher mit dem Schweizer Sascha Heyer.
Gosch/Strauß sind nach insgesamt knapp viermonatiger Vorbereitung in Brasilien voll motivert und wollen ihre Trainingsleistung endlich auch konstant bei den Turnieren bringen. Der neue Trainer des Duos ist Ricardo Brunale de Andrade. Der 33-jährige Brasilianer alias "Vento" leitet ein Beach-Volleyball-Center in Rio. "Endlich trainieren wir so, wie wir uns das vorgestellt haben", meinte Gosch. Da er und sein Partner aus Kostengründen drei World-Tour-Turniere auslassen wollen, muss für die Olympia-Quali aber wohl alles passen.
Das trifft auch auf die "Schroffis" zu, die regelmäßige Qualifikation für den Hauptbewerb ist unumgänglich. Als 34. des Ranking liegen sie zwölf Plätze hinter dem geforderten 22. Rang. Strauß/Gosch sind nur 59., Nowotny/Gartmayer immerhin 28. Die Schroffeneggers haben den Nachteil, dass sie im Gegensatz zu den anderen drei österreichischen Top-Paaren nicht dem Nationalteam angehören. Allerdings können die Brüder noch fünf Mal voll punkten, da sie bisher nur drei Turniere gespielt haben.
(apa/red)
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