Neue Zusammenstöße zwischen Serben und Albanern
Bei Zusammenstößen zwischen Albanern und Serben im Kosovo sind am Sonntag mehrere Menschen verletzt worden. Der Rundfunk in Pristina berichtete, eine serbische Gruppe habe in der Ortschaft Gracanica unweit der Kosovo-Hauptstadt Albaner attackiert. Fünf Verletzte seien in einer Ambulanz behandelt worden.
Der Zwischenfall folgte auf eine Serie von Gewalttaten, die sich gegen die serbische Minderheit in der von den Vereinten Nationen verwalteten Provinz richteten. Dabei waren auch mehrere serbische Jugendliche aus einem Hinterhalt von Albanern erschossen und verwundet worden.
Die extremistische Untergrundorganisation Albanische Nationalarmee (AKSh) hat sich unterdessen zu einer Schießerei mit serbischen Polizisten im Grenzgebiet zum Kosovo bekannt. In einer auf einer AKSh
-Internetseite verbreiteten Erklärung machte die von der UNO-Mission im Kosovo (UNMIK) als terroristische Organisation verbotene Gruppierung als Grund Selbstverteidigung gegen serbische Truppen geltend.
Die AKSh, die mehrheitlich aus einem Kern von Veteranen der vor zwei Jahren offiziell aufgelösten "Kosovo-Befreiungsarmee" (UCK) besteht, teilte zudem mit, sie patrouilliere an der Verwaltungsgrenze zwischen drei südserbischen Kommunen und dem Kosovo. Auf einem Foto waren uniformierte AKSh-Kämpfer mit Sturmgewehren und schwarzen Gesichtsmasken zu sehen. Ein AKSh-Sprecher rief alle albanischen Parteien und Organisationen auf, sich einem Kampf in Südserbien anzuschließen.
Aber weder der gemäßigte Albaner-Führer Ibrahim Rugova als auch die Anführer der beiden größten politischen Parteien Hashim Thaci und Ramush Haradinaj befürworten die Ziele der AKSh und treten für die Unabhängigkeit des Kosovos als Stabilitätsfaktor auf dem Balkan ein.
(apa)
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