Mutmaßlicher Al-Kaida-Führer für Südostasien gefasst
- Weißes Haus meldet Verhaftung des Bali-Attentäters
- "Einer der mörderischsten Terroristen der Welt" in US-Haft
·Jakarta-Terror
Polizei identifiziert Hauptverdächtigen
Im internationalen Kampf gegen den Terrorismus ist der mutmaßliche Führer des Terrornetzwerks Al Kaida in Südostasien gefasst worden. Damit endete eine der größten länderübergreifenden Fahndungen in Asien. US-Präsident Bush bezeichnete den auch als Hambali bekannten Indonesier Riduan Isamuddin "als einen der mörderischsten Terroristen der Welt".
Hambali wurde am Freitag an einem geheimen Ort von US-Ermittlern verhört, wie aus thailändischen Justizkreisen verlautete. Polizisten und Agenten der US-Bundespolizei FBI hätten Hambali am Montag in der thailändischen Tempelstadt Ayutthaya verhaftet. Der thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra sagte am Freitag, Hinweise aus der Bevölkerung hätten zu der Verhaftung geführt.
"Nachdem wir seinen Pass überprüft hatten, stellten wir fest, dass er von mehreren Ländern gesucht wird", sagte Thaksin bei einem Besuch in Sri Lanka. "Er ähnelte nicht dem Bild in seinem Pass", sagte Thaksin. Weitere Untersuchungen hätten die wahre Identität Hambalis ergeben.
Hambali war von einer Reihe südostasiatischer Staaten gesucht worden. So soll er in Indonesien neben dem Bombenattentat auf Bali im Oktober 2002, bei dem mehr als 200 Menschen starben, und dem kürzlichen Anschlag auf das Marriott-Hotel in Jakarta vom 5. August mit zwölf Toten auch für eine Reihe von Anschlägen auf Kirchen in Indonesien zu Weihnachten 2000 verantwortlich sein.
Unklarheit herrschte am Freitag über Hambalis Aufenthaltsort. Die indonesische Polizei dementierte thailändische Angaben, Hambali sei nach Indonesien ausgeflogen worden. Der Polizeichef von Bali, Generalmajor I Made Pastika sagte: "Er ist in US-Gewahrsam." (APA)
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