Mittwoch, 13. August 2003

Sechs Sahara-Geiseln sollen schwer krank sein

Sechs der in Mali festgehaltenen Sahara-Geiseln sind Schweizer Medienberichten zufolge schwer krank. Unter den Kranken sei eine 19-jährige Schweizerin, wurde ein Journalist der Wochenzeitung "L'Illustre" am Dienstag vom französischsprachigen Schweizer Fernsehen zitiert. Verschiedene Quellen gingen demnach davon aus, dass die junge Frau entweder an Malaria oder an Diabetes erkrankt sei.

Zwei der 14 Geiseln, ein Mann und eine Frau, seien "sehr, sehr schwer krank". Die Schweizer Magazine "Blick" und "L'Illustre" berichten in ihren Mittwochsausgaben über die Erkrankungen. Das Schweizer Außenministerium wollte die Informationen nicht kommentieren. Berichte über die Erkrankungen einiger Geiseln kursieren bereits seit mehreren Tagen.

Insgesamt 32 europäische Urlauber waren im Frühjahr in der algerischen Sahara entführt worden. Im Mai wurden 17 Geiseln durch die algerische Armee befreit, unter ihnen zehn Österreicher und sechs Deutsche. Eine 46-jährige Deutsche starb an den Folgen der Strapazen. Derzeit sind noch neun Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer in der Gewalt der Entführer. (APA)

13.8.2003 08:40