Mittwoch, 13. August 2003

USA stoppen Raketenschmuggel eines Briten

  • Mann in Newark, New Jersey vom FBI festgenommen
  • Terrorist plante angeblich Attacke aufs Weiße Haus (Kasten)

Die US-Behörden haben nach Informationen aus US-Regierungskreisen einen Briten festgenommen, der eine Boden- Luft-Rakete habe ins Land schmuggeln wollen. Der Mann sei am Dienstag früh (Ortszeit) in Newark (New Jersey) im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit zwischen der US-Bundespolizei FBI sowie britischen und russischen Behörden festgesetzt worden, verlautete aus den Kreisen in Washington.

Zudem habe es in diesem Zusammenhang zwei Festnahmen in New York gegeben. Eine Stellungnahme des FBI gab es zunächst nicht. Der Fernsehsender ABC News berichtete, der jetzt Festgenommene - ein gebürtiger Inder - habe versucht, eine russische Rakete ins Land zu bringen, um diese dann an mögliche Terroristen zu verkaufen.

Die britische BBC berichtete, bei dem Verdächtigen handle es sich um einen britischen Waffenhändler indischer Abstammung, dem es gelungen sei, eine russische Igla-Rakete in die USA zu schmuggeln. Die Rakete sei als medizinische Ausrüstung getarnt gewesen. Der Mann sei schon seit Monaten von Agenten der US-Bundespolizei FBI beobachtet worden.

Der Mann habe die Rakete an einen moslemischen Extremisten verkaufen wollen. Tatsächlich sei er aber einem Agenten des FBI ins Netz gegangen. Dem Bericht zufolge gibt es ein Tonband, auf dem der Waffenhändler erklärt, er wolle, dass mit der Rakete ein großes Passagierflugzeug abgeschossen werde. Die so genannte Fliegerfaust kann auf der Schulter aufliegend etwa auf Flugzeuge abgefeuert werden. Im November war eine israelische Passagiermaschine in Mombasa nur knapp einem solchen Anschlag entgangen. (APA)

13.8.2003 08:32