Dienstag, 12. August 2003

Neue US-Militäraktion gegen Saddam-Anhänger

Wegen der anhaltenden Angriffe auf ihre Soldaten im Irak haben die US-Streitkräfte am Montag eine neue Militäraktion gegen Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein begonnen. In der Nacht zuvor waren bei einem Bombenanschlag in der zentralirakischen Stadt Bakuba ein US-Soldat getötet und zwei weitere verletzt worden. Bei Tikrit wurden nach offiziellen Angaben drei Soldaten verletzt.

"Die Operation 'Ivy Lightning' (Efeu-Blitz) ist ein chirurgischer Schlag in abgelegenen Städten, ... um unnachgiebige Truppen und Anhänger des früheren Regimes zu isolieren und zu fangen, die Angriffe auf die Streitkräfte der Koalition planen", sagte Oberstleutnant William Macdonald von der 4. Infanterie-Division in Tikrit. Die Operation konzentriere sich auf Kara Tappa rund 130 Kilometer nördlich von Bagdad. Die Streitkräfte setzten dabei "Apache"-Hubschrauber, "Abrams"-Panzer und Panzergrenadiere ein.

Die Militäraufklärung geht nach Macdonalds Worten davon aus, dass sich um Kara Tappa hochrangige Anhänger Saddams versteckt halten, die wegen der US-Angriffe auf Tikrit von dort geflohen seien. Auch Saddam wurde noch nicht gefasst. Auf ihn haben die USA eine Kopfprämie von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

Im südirakischen Basra, das von Briten kontrolliert wird, kam es unterdessen erneut zu Protesten gegen die britischen Besatzungstruppen. Wegen Stromausfalls wurde dort die wichtigste Ölraffinerie des Südens stillgelegt. Hafenarbeiter demonstrierten am Montag für Arbeitsplätze und die Zahlung ausstehender Löhne.

Am Wochenende war es wegen anhaltender Stromausfälle zu Unruhen gekommen. US-Vertreter machten Anschläge auf Stromkabel dafür verantwortlich. (APA/red)

12.8.2003 08:50