Neuer Terror: Zwei Anschläge in Israel binnen Minuten
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In Israel und dem Westjordanland ist es erstmals seit der Ausrufung des Waffenstillstands vor sechs Wochen am Dienstag wieder zu Selbstmordanschlägen gekommen. Bei einem Attentat auf ein Einkaufszentrum in der israelischen Stadt Rosh Haayin nahe Tel Aviv wurden ein Israeli und der Attentäter getötet. Kurz darauf riss ein Attentäter in der jüdischen Siedlung Ariel einen Israeli mit in den Tod.
Bei den Anschlägen wurden zudem mindestens zwölf Menschen verletzt. Zu dem Attentat bei der jüdischen Siedlung Ariel hat sich die radikale Palästinenserorganisation Hamas bekannt.
Die Hamas und Islamischer Dschihad wiesen Israel die Verantwortung für die beiden Anschläge zu. Wegen seiner "Ablehnung des Waffenstillstands und seiner harten Haltung" habe Israel die Attentate selbst zu verantworten, sagte ein Hamas-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Ein Vertreter des Islamischen Dschihad sagte, Israel habe trotz der von den Palästinensern einseitig erklärten Waffenruhe seine Angriffe "vom ersten Tag an" fortgesetzt.
Der israelische Regierungssprecher Avi Pazner wies dagegen der palästinensischen Autonomiebehörde die Schuld zu. Obwohl Israel die Palästinenserführung davor gewarnt habe, dass "palästinensische Terroristen" dabei seien, Attentate vorzubereiten, habe diese nichts getan. Israel rufe den palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas "nachdrücklich" zur Zerschlagung der "Terrororganisationen" auf.
Aus ranghohen israelischen Regierungskreisen hieß es, Ministerpräsident Ariel Sharon habe angeordnet, die geplante Freilassung von 76 palästinensischen Häftlingen vorerst auszusetzen. Die Gefangenen hatten sich bereits in Bussen befunden und sollten am Nachmittag an einem Kontrollposten zum Westjordanland freigelassen werden, als ihr Konvoi zurückgerufen wurde. (APA)
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