Berufung gegen Todesurteil im Bali-Prozess
- Begründung: Angeklagter hat Anschlag nicht geplant
- 41-Jähriger wurde zum Tode verurteilt
Die Anwälte des wegen der Anschläge auf Bali zum Tode verurteilten Amrozi bin Nurhasyim haben vor Gericht Berufung eingelegt. Er sei zwar in die Anschläge verwickelt gewesen, habe sie aber nicht geplant, begründete ein Anwalt am Montag in Bali. Aussagen, dass Amrozi an der Vorbereitung teilgenommen habe, stammten lediglich von anderen Angeklagten und seien nicht schlüssig.
"Wir haben ihn davon überzeugt, alle Mittel auszuschöpfen, um Gerechtigkeit zu bekommen", sagte der Anwalt. Amrozi hatte zunächst erklärt, er wolle ein Märtyrer werden.
Der 41-Jährige war am Donnerstag zum Tode durch Erschießen verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an dass er einen Lastwagen sowie Sprengstoff für die Anschläge gekauft hatte, bei denen am 12. Oktober 2002 auf Bali 202 Menschen getötet wurden. Insgesamt müssen sich etwa drei Dutzend mutmaßliche Beteiligte wegen der Anschläge vor Gericht verantworten. Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, der 33-jährige Textilhändler Imam Samudra, wies am Montag vor Gericht jede Beteiligung an der Tat zurück. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
