Montag, 11. August 2003

Japan: Zahl der Toten durch Taifun weiter gestiegen

  • "Etau" forderte bisher zehn Tote - zehn Personen noch vermisst

In Japan ist die Zahl der Toten durch den heftigen Taifun "Etau" auf zehn gestiegen. Nach jüngsten Angaben der Polizei vom Montag wurden landesweit noch zehn Personen vermisst. Durch den zehnten Taifun der Saison, der sich inzwischen in eine Tiefdruckzone abschwächte, waren mehr als 80 Menschen verletzt und mehr als 1.000 Häuser unter Wasser gesetzt worden.

Am Sonntag hatte "Etau" auf seinem Weg von Süden her schließlich auch die nördlichste Hauptinsel Hokkaido erreicht und dort vier Menschen in den Tod gerissen. Beim Einsturz einer Brücke in der Stadt Kamishihoro waren Wagen von den Wassermassen fortgerissen worden. Es war das erste Mal seit zehn Jahren, dass ein Taifun bis nach Hokkaido vorstürmte. Landesweit hatte "Etau" nach Angaben der Polizei acht Häuser vollständig zerstört und ein Dutzend weitere Gebäude beschädigt.

"Etau" hatte in den vergangenen Tagen heiße Luftmassen mit sich gebracht. Als Folge stiegen die Temperaturen am Sonntag im ganzen Land, ausgenommen Hokkaido, stark an. In der Hauptstadt Tokio erlebten die Menschen bei über 35 Grad den heißesten Tag des Jahres. (apa)

11.8.2003 09:36