Wahlen in Tirol: Van Staa will absolute Mehrheit
- Wechsel an VP-Parteispitze, sollte Ziel verfehlt werden
- Transit-Lösung nach Vorbild der Schweiz gefordert
Bei der Landtagswahl am 28. September will der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa "ein Ergebnis wie in Niederösterreich" (53,29 Prozent) erreichen. Sollte es für seine Partei "18 Mandate oder weniger" geben, wäre "ein Wechsel angekündigt". Er würde in diesem Fall "eine geordnete Übergabe einleiten", sagte Van Staa im APA-Interview. Die Tiroler VP stellt derzeit 18 der 36 Mandate.
Vom politischen Gegner werde immer das Schreckgespenst einer absoluten VP-Mehrheit an die Wand gemalt. Dabei habe die ÖVP mit Ausnahme der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode seit 1945 immer über eine absolute Mehrheit verfügt. Wer lieber einen anderen Kandidaten als Landeshauptmann haben wolle, solle seine Stimme eben einer anderen Partei geben. Je stärker die VP werde, umso mehr Einflussmöglichkeiten habe sie auf Bundesebene.
Die laufenden Umfragen, die Van Staa und der VP eine "Absolute" attestieren, würden die Gefahr vieler Nichtwähler bergen. Van Staa trat dafür ein, dass Umfrageergebnisse sechs Wochen vor der Wahl nicht mehr veröffentlicht werden dürften.
Beim Transitproblem sollte vorerst die endgültige Entscheidung des EuGH abgewartet werden. Der Landeshauptmann forderte eine Transitlösung nach dem Vorbild der Schweiz für Tirol ein. Der gesamte Umwegtransit müsse weg. Die Bahnlogistik müsse verbessert werden. Nach Fertigstellung der Zulaufstrecken und des Brennerbasistunnels seien Zwangsmaßnahmen nötig, um die Verlagerung auf die Schiene zu ermöglichen.
Bei einer Wahlprognose nach Mandaten sah Van Staa seine Partei bei "19 bis 21" der 36 Mandate. Der SPÖ traute Van Staa "acht bis neun", der FPÖ "drei" und den Grünen "vier bis fünf" Mandate zu. 1999 erreichte die VP 18, die SPÖ acht, die FPÖ sieben und die Grünen drei Sitze.
(apa)
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