Donnerstag, 14. August 2003

Zahlreiche Schäden: Gewitter im Osten Österreichs!

  • "Ozon-Entwarnung" nach Regen und Wind
  • PLUS: Die aktuelle Prognose für die kommenden Tage!

Mit den Gewittern der vergangenen Stunden kann man nun auch im Freien wieder kräftig durchatmen. Nicht nur, weil es endlich kühler geworden ist, sondern auch, weil die Ozon-Belastung stark gesunken ist. Im gesamten Bundesgebiet erreichen die Werte nicht einmal annähernd die Informationsschwelle. Dennoch hat die vergangene Gewitter-Nacht auch eine dunkle Seite: Zahlreiche Schäden werden gemeldet.

Heftige Gewitter sind am Montag in den Nachmittags- und Abendstunden über Niederösterreich niedergegangen. Insgesamt standen 1.500 Feuerwehrleute mit 200 Fahrzeugen aus 101 Dienststellen im Dauereinsatz. In zahlreichen Bezirken gab es Überflutungen, Murenabgänge, umgestürzte Bäume, Blitzeinschläge und Sturmschäden.

Im Bezirk Zwettl waren die Einsatzkräfte parallel mit Lösch- und Auspumparbeiten beschäftigt. Während einige Keller von den Wassermassen befreit werden mussten, stand in Brand bei Zwettl ein Bauernhof in Flammen. Dabei kamen 27 Rinder und zwei Schweine um. Der 64-jährige Altbauer erlitt schwere Verbrennungen an beiden Händen sowie im Gesicht. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude konnte - trotz starken Windes - verhindert werden. Der Schaden wird auf 500.000 Euro geschätzt.

Auch in Oberösterreich werden überflutete Keller, herabfallende Äste und Verkehrsunfälle gemeldet. In Wallern (Bez. Grieskirchen) stürzte ein Sattelschlepper über eine Böschung und kippte um. In Tarsdorf (Bez. Braunau) forderte ein Zusammenstoß zweier Pkw auf der regennassen Straße vier Verletzte.

Der Unfall in Tarsdorf ereignete sich gegen 20.15 Uhr. Ein 38-jähriger Lenker kam auf der nassen Fahrbahn in einer Rechtskurve ins Schleudern und prallte gegen das Auto einer 33-jährigen Hausfrau, die mit ihren beiden Schwestern unterwegs war. Alle vier Unfallbeteiligten wurden laut Gendarmerie verletzt. (APA/red)

14.8.2003 16:29