Gusenbauer verspottet Grüne: "Helfershelfer der ÖVP"
- "Einige sahen sich schon mit ÖVP in Ministersesseln"
- SP-Chef zufrieden mit Performance der eigenen Partei
·SP vs. Grüne
Streit über Umgang mit Freiheitlichen
Die Differenzen zwischen SPÖ und Grünen wegen der vermeintlichen Annäherung der Sozialdemokraten an die Freiheitlichen gehen weiter. Nach teils heftiger Kritik an der SP-Linie unter anderem von Grünen-Bundessprecher Van der Bellen war es am Donnerstag an SP-Chef Gusenbauer zur spöttischen Gegenattacke auszuholen. "Für die Befindlichkeitsprobleme der Grünen muss man Verständnis haben".
Schließlich hätten sich einige schon bei den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP in Ministersesseln gesehen und täten sich jetzt schwer, in die Oppositionsrolle zurückzukehren, so Gusenbauer bei einer Pressekonferenz. Er vermutet, dass einige Grün-Politiker aus allen Wolken gefallen sind, als die Verhandlungen mit der Volkspartei gescheitert waren. Nun möge es sein, dass einige noch immer als "Helfershelfer der ÖVP" auftreten. Nur wegen einer gewissen Schwierigkeit jener Grünen, die sich gern in einem Ministersessel gesehen hätten, wolle er aber nicht ableiten, dass es einen generellen Strategiewechsel der kleinen Oppositionspartei gegeben habe.
Mit der Performance der eigenen Partei ist Gusenbauer jedenfalls unverändert sehr zufrieden. Die SPÖ sei derzeit die einzige Partei, die es schaffe, inhaltliche Konzepte vorzulegen. Die ÖVP habe dagegen mit der Ablehnung der Steuerreform 2004 bereits ihr drittes zentrales Wahlversprechen gebrochen. Denn zuvor seien schon entgegen früheren VP-Ankündigungen die Eurofighter aus dem Budget finanziert und das Pensionsalter angehoben worden.
(apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
