Donnerstag, 14. August 2003

ÖVP will rasch neues Gehaltsschema für Lehrer

  • Höheres Einsstiegsgehalt, geringere Lohnerhöhungen
  • Jüngere Lehrer sollen länger unterrichten als ältere

Die ÖVP macht Druck bei der Reform der Lehrerbesoldung. Schon ab 2004 sollen die Pädagogen an den allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen (AHS, BHS) ein neues Gehaltsschema erhalten, forderte ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon.

Eckpunkte des Modells: Neu eintretende Lehrer sollen rund 2.000 Euro monatlich und damit mehr als bisher verdienen, anschließend verläuft die Gehaltskurve dafür flacher. Die Biennalsprünge sollen abgeschafft, die Anzahl der Gehaltsstufen von 18 auf fünf bis sechs reduziert werden. Und: Jüngere Lehrer sollen länger unterrichten als ältere.

Derzeit bezieht ein junger Gymnasiallehrer am Anfang seiner Karriere (Gehaltsstufe 2) rund 1.810 Euro pro Monat, während er gegen Ende seiner Laufbahn (Gehaltsstufe 13) auf rund 3.310 Euro kommt. Diese Unterschiede hält Amon für unbefriedigend, der Unterricht der älteren Pädagogen sei nicht um so viel besser.

Wesentliches Element einer Reform bildet für Amon auch die Einführung einer flexibleren Lehrverpflichtung. Derzeit kämen die AHS- und BHS-Pädagogen von Anfang bis zum Ende ihres Berufslebens auf eine einheitliche Lehrverpflichtung von 20 Stunden. In einem neuen Modell sollten hingegen jüngere Pädagogen länger unterrichten müssen als ihre älteren Kollegen, da die Belastbarkeit mit zunehmenden Alter sinke. Ausnahme: Berufsanfänger sollten in den ersten zwei bis drei Jahren ebenfalls weniger in der Klasse stehen müssen, da sie noch überdurchschnittlich viel Zeit für die Vorbereitung des Unterrichts und Korrekturarbeiten aufbringen müssten. (apa)

14.8.2003 12:42