Heißluftballon-Absturz in NÖ: Untersuchungen laufen!
- Schwangere Frau überlebt, Ehemann und Ballonführer tot!
- Durfte der Pilot überhaupt fahren?
Nach dem Ballonunglück in Kasten bei Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten) wird jetzt fieberhaft nach der Ursache gesucht. Die Staatsanwaltschaft hat den Ballon beschlagnahmt. Eine hochschwangere Frau wurde verletzt, ist aber in relativ guter Verfassung. Entgegen erster Angaben erlitt sie doch keinen Blasensprung, weshalb nicht mit einer baldigen Geburt gerechnet wird. Ihr Ehemann und der Ballonfahrer sind tot. Jetzt stellt sich die Frage, ob der Pilot überhaupt fahren durfte. Die Experten ermitteln.
Zum Unfallhergang teilte die NÖ Sicherheitsdirektion mit, dass der Pilot vermutlich infolge lebhafter Bodenwinde die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte. Der Heißluftballon stieß zunächst gegen einen A-Mast und in weiterer Folge gegen die Dachkante eines Hauses. Dabei wurde die Frau herausgeschleudert und landete laut Aussendung in der ersten Baumreihe eines Waldes im Gemeindegebiet von Furth (Bezirk St. Pölten) ein.
Ein Windstoß ließ den Ballon danach wieder an Höhe gewinnen, wobei er eine Stromleitung streifte und in etwa 500 Meter Entfernung in einem Baum hängen blieb. Der mit dem Ehemann der Frau und dem 40-jährigen Ballonführer besetzte Korb stürzte daraufhin aus etwa 25 Metern ab. Der 30-Jährige erlag bereits am Unfallort seinen schweren Verletzungen, der 40-Jährige wurde zunächst mit dem Notarzthubschrauber ins Wiener Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus gebracht. Dort verstarb auch er am späten Abend wegen schwerster Verletzungen am gesamten Körper.
Die Schwangere wurde ins Krankenhaus St. Pölten gebracht. Der seelische Kummer der werdenden Mutter, die bei dem tragischen Unglück ihren Mann verloren hat, ist kaum zu ermessen. Sie wird im Krankenhaus psychologisch betreut - ebenso wie die Angehörigen des 30-Jährigen. Sie begaben sich am Donnerstag in Begleitung des Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes ins Wiener Lorenz-Böhler-Krankenhaus, um von dem wenige Stunden nach dem Absturz Verstorbenen Abschied zu nehmen. Familie und Freunde kämpfen, so Sartori, neben ihrer Trauer auch mit Selbstvorwürfen: Sie hatten dem Mann die Ballonfahrt zum 30. Geburtstag geschenkt. Für das Ungeborene bestehe aus derzeitiger Sicht keine Gefahr, erklärte die ärztliche Direktion des Krankenhauses (KH) St. Pölten am Donnerstag auf APA-Anfrage.
(apa/red)
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