Keine Hilfe: 21 Flüchtlinge in Wien auf der Straße
- Laut Hilfsorganisation seit Tagen kein Dach über dem Kopf
- Unter den 21 Personen sind 12 Kinder und eine Schwangere!
·Tödliche Prügel
Nur ein (!) Betreuer war in Traiskirchen
·Traiskirchen
Kinder-Geschrei löst Prügelei aus
·Das Problem
Zu viele Menschen auf engstem Raum
·Asyl-Betreuung
EuropeanHomecare droht mit Klage!
·Innen-Minister
Tschetschenen extrem aggressiv
So viel zur immer wieder gepriesenen österreichischen Hilfsbereitschaft: 21 Flüchtlinge sitzen in Wien seit Tagen auf der Straße. Darunter befinden sich zwölf Kinder und eine Schwangere! Im Flüchtlingslager Traiskirchen wurden die Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern abgewiesen, nun haben sie kein Dach über dem Kopf.
Die aus Tschetschenen, Irakern, Philippinos und Äthiopiern zusammengesetzte Gruppe, darunter eine Schwangere und zwölf Kinder, haben nach Angaben der Organisation AHDA (Association for Human Rights and Democracy in Africa) vergangene Woche eine Pension in der Steiermark, in der sie in Bundesbetreuung untergebracht waren, wegen angeblich unhaltbarer Zustände verlassen. Im Flüchtlingslager Traiskirchen seien sie abgewiesen worden, seither schliefen die Menschen im Freien und seien ohne Versorgung.
Montagnachmittag hatten sich die Asylsuchenden in der Wiener Löwelstraße vor der SPÖ-Bundesparteizentrale eingefunden und erhielten dort improvisierte Hilfe in Form von Getränken und Lebensmitteln. Martin Schenk von der Diakonie Österreich und Vorstandsmitglied von Hemayat Österreich, einer Organisation, die traumatisierte Flüchtlinge betreut, berichtete gegenüber der APA, die Menschen hätten seit Tagen kein Dach über dem Kopf. "Sie sagen, dass sie einmal Glück gehabt hätten und bei einer Kirche duschen durften", so Schenk. "Bisher ist es niemandem von uns gelungen, eine Unterkunft für die Leute zu finden", bestätigte Reverend Ihueghian Victor, Geschäftsführer von AHDA.
Die Unterkunft in der Steiermark hätten sie verlassen, weil sie u.a. weder Trink- noch Warmwasser erhalten hätten und das Essen ungenießbar gewesen sei, berichteten die Flüchtlinge von einer unerträglichen Situation. Zudem hätten sie keinerlei ärztliche Betreuung bekommen. Insgesamt 30 Menschen hätten sich am vergangenen Mittwoch auf den Weg nach Traiskirchen gemacht. Dort sei ihnen aber die Aufnahme verwehrt worden. Einige Angehörige der Gruppe seien in der Umgebung von Traiskirchen geblieben, der Rest pendle seither mit der Badner Bahn nach Wien, um Hilfe zu suchen. (APA/red)
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