Montag, 11. August 2003

Trinkwasser sparen: Dringender Appell in Teilen Österreichs!

  • Probleme in der Steiermark, Salzburg & bei oberösterreichischen Hausbrunnen
  • Kärnten, Tirol, Vorarlberg und Burgenland sind gut versorgt

Hitzewelle und kein Ende: Neben erhöhten Ozonwerten sorgen sich Experten vor allem um knapp werdendes Trinkwasser. Jetzt warnen Fachleute in der Steiermark: Unnötiges "Wassertrantscheln" vermeiden! Probleme gibt es auch schon im Flachgau in Salzburg und in Niederösterreich. Keine Probleme dagegen melden Kärnten, Tirol, Vorarlberg und das Burgenland. In Oberösterreich sind von der Wasserknappheit "nur" Haushalte mit Hausbrunnen betroffen.

Bis zu 50 Prozent weniger Niederschläge in der Steiermark sorgen zwar für Besorgnis erregende Gesichter, die Wasserwirtschaftsabteilung der steirischen Landesregierung gibt aber Entwarnung: "Der absolut tiefste Grundwasserspiegel ist noch nicht erreicht". Auch wenn die Stände sehr niedrig seien, sei die Wasserversorgung auch weiterhin gesichert. "Wassertrantscheln" wie "Rinnen lassen, um ein kaltes Glas Wasser zu bekommen" oder unnötiges Gießen sollten aber vermieden werden.

Kritisch sei die Situation nur deshalb, "weil in der momentanen Situation alles zusammenkommt", wie Gunther Suette von der Fachabteilung 19 erklärt: "Nämlich der etwas tiefer gelegene Grundwasserspiegel, die ständigen Entnahmen hoher Wassermengen und dass es keine Möglichkeit zur Neubildung von Wasserreserven gibt". Die öffentliche Versorgung sei allerdings nicht gefährdet.

Auch bei der Auswertung der "repräsentativen Pegel" - also der Grundwasserspiegel an markanten Punkten - wurde von den Wasserbeauftragten festgestellt, dass sich der Wasserstand meist nur knapp ober- oder knapp unterhalb des langjährigen Schwankungsbereiches befindet. Im Grazer Feld sei der Pegel zwar 40 Zentimeter niedriger, aber immer noch höher als im Vorjahr. Ebenso im Raum Leibnitz: "Auch hier halten wir das Niveau vom Vorjahr", so Suette.

Bei der Feuerwehr hat man auf verschiedene Arten Vorsorge gegen Wassermangel bei Löscheinsätzen getroffen, so Gottfried Hörbiger von der Landesfeuerwehrzentrale in Lebring. Neben dem Wasser aus der Natur wie Teichen, Flüssen, Bächen und Seen stehen im Ortsbereich Hydranten sowie im ländlichen Bereich die lokalen Wasserbehälter sowie die Trinkwasserbehälter zur Verfügung. Deren Lage sei erfasst, kartiert und die Verwendung werde auch geübt, hieß es.

Probleme bei Hausbrunnen
Die Trinkwasserversorgung des öffentlichen Netzes in Oberösterreich ist trotz Ausbleiben von Niederschlägen weiterhin gesichert. Probleme gebe es derzeit nur bei einzelnen Haushalten, die nicht an ein zentrales Wassernetz angeschlossen seien. Das erklärte Jörg Sterneder, Mitarbeiter des zuständigen Wasserlandesrates Hans Achatz (FP), gegenüber der APA. (APA/red)

11.8.2003 12:04