Österreich: Schlusslicht bei Kleinstkinderbetreuung
- Nur 9 Prozent der Kinder unter 3 Jahren können betreut werden
- AK-Präsident Tumpel: Betreuungssituation ist alarmierend
Nach einer Erhebung der Statistik Austria gibt es in Österreich nur für neun Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz. Das Betreuungsangebot für Kleinstkinder bis zwei Jahre ist gegenüber 2001 sogar um fast zehn Prozent zurückgegangen. Europaweit zählt Österreich damit zu den Schlusslichtern.
Für AK-Präsident Tumpel ist die Betreuungssituation für Kleinkinder "alarmierend". "Der Wiedereinstieg nach Ende der Karenzzeit wird durch fehlende Krippenplätze unmöglich", so Tumpel am Montag. Er fordert daher den Bund auf, das Kinderbetreuungsangebot zu unterstützen.
Wien: Situation am Besten
Am Besten ist die Situation laut Statistik Austria in Wien, wo die Hälfte aller zwei- bis dreijährigen Kinder eine Einrichtung besuchen. Die Schlusslichter sind Tirol (6,3 Prozent), Vorarlberg (9,2) und die Steiermark (10,5). "Und das, obwohl der Europäische Rat in Barcelona sich zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2010 für mindestens 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen", kritisiert Tumpel.
Österreich zählt zu Schlusslichtern
Im Europa-Vergleich zählt Österreich laut einem OECD-Bericht aus 2001 gemeinsam mit Griechenland, Spanien, Italien und den Niederlanden zu den Schlusslichtern beim Kinderbetreuungs-Angebot. Demnach liegt die Versorgungsdichte in Österreich bei vier Prozent. Spitzenreiter ist Dänemark mit 64 Prozent. 17,6 Prozent der Frauen konnten demnach auf Grund familiärer Verpflichtungen nicht arbeiten gehen.
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