Montag, 4. August 2003

Handy am Steuer erhöht Unfallgefahr um das Vierfache

  • Sogar alkoholisierte Lenker sollen weniger gefährdet sein
  • Neue/alte Forderung: Aus für Rauchen und Essen im Auto!

Schluss mit Telefonieren am Steuer! Verboten ist es ja schon, nun belegt eine neue Studie die Richtigkeit und Notwendigkeit des Gesetzes gegen Handys am Steuer: Um das Vierfache steigt die Unfallgefahr an, wenn man glaubt, während des Fahrens telefonieren zu müssen, fanden australische Forscher heraus.

Telefonierende Autofahrer sind der Studie zufolge im Straßenverkehr doppelt so gefährlich wie betrunkene Fahrer. Im Vergleich zu nüchternen Autofahrern sei bei den Telefonierern die Unfallgefahr sogar viermal höher, fanden Forscher des Royal Melbourne Hospital heraus.

Ein Drittel aller Unfälle ist demnach auf Unaufmerksamkeit zurückzuführen - und aus Polizeiberichten gehe hervor, dass es bei telefonierenden Autofahrern eine "bedeutend höhere Rate" von aufmerksamkeitsbedingten Unfällen gebe. Unaufmerksame Fahrer hielten die Geschwindigkeit nicht sicher ein und führen bisweilen sogar auf der falschen Straßenseite, hieß es weiter.

Obwohl das Telefonieren am Steuer in Australien seit 15 Jahren verboten ist, war der Untersuchung zufolge an drei Testtagen im vergangenen Jahr etwa jeder fünfte Fahrer mit einem Handy am Ohr erwischt worden. Die Autofahrer müssten umdenken, weil das Telefonieren am Steuer "verheerende Folgen" haben könne, forderte Forschungsleiter David Taylor. Es müsse sich das Bewusstsein durchsetzen, dass telefonierende Fahrer häufiger Unfälle verursachen als betrunkene. (APA/red)

4.8.2003 09:06