ÖBB: 880 Kündigungen schon ab Herbst!
- NEWS veröffentlicht internes Papier zu "Ruhestands- Versetzung von Dienst wegen"
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Tauziehen um den Kündigungsschutz
Wie NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, bereitet der ÖBB-Vorstand derzeit die erste, massive Kündigungswelle vor. Schon in den nächsten Wochen soll es bis zu 1.000 Mitarbeiter treffen. Nach derzeitigem Stand sind, so Gewerkschaftskreise, 880 ÖBB-Beschäftigte betroffen, die Mehrheit davon im Reinigungsdienst.
Der Vorstand macht in einem vertraulichen Brief an die Bereichsleiter - unter dem Titel "Ruhestandsversetzung von Dienstes wegen/Kündigung" - klare Vorgaben: "Die bestehenden Möglichkeiten der Frühpensionierung von Dienstes wegen sind bei Vorliegen der Voraussetzungen im Rahmen des ÖBB-Dienstrechtes auszuschöpfen sowie Mitarbeiter mit überhöhten Krankenständen bzw. bei Vorliegen sonstiger Gründe zu kündigen", heißt es unmißverständlich. Dazu wurde auch ein Liste mit jenen "nichtbeamteten" Mitarbeitern übermittelt, die 2002 mehr als 50 Tage im Krankenstand waren.
Abfertigung oder Überführung geplant
Die Frühpensionsregelung wird dann greifen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Der Großteil der Mitarbeiter soll entweder mit einer hohen Abfertigung - im Ausmaß von ein bis zwei Jahresgehältern - zum Abschied bewegt oder in die geplante ÖBB-Leasingfirma überführt werden. Diese neue Personalgesellschaft könnte dann etwa mit privaten Reinigungsdiensten kooperieren.
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