US-Banken nutzten Investmentfonds als Steuer-Schutz
- Hunderte Millionen Dollar so an der Steuer vorbeigeschleust
Einige der größten US-Banken sollen, wie es jetzt heißt, zum Teil seit Jahren mit Hilfe dubioser Investmentfonds hunderte Millionen Dollar an der Steuer vorbeigeschleust haben. Sie haben demnach Investmentfonds gebildet, die keine Anteile an die Öffentlichkeit verkauften, aber steuerfreie Dividenden an die Banken zahlten.
Mindestens zehn Großbanken haben nach Medienberichten mehr als 17 Milliarden Dollar (15,0 Milliarden Euro) in solche Fonds verlagert, um Steuerzahlungen an US-Bundesstaaten zu umgehen.
Allein die Bank of America hat demnach acht Milliarden Dollar in solche Fonds transferiert. Sie habe damit von 1999 bis vergangenen Mai mehr als 750 Millionen Dollar Einkommen geschützt. Die Banken sähen die Fonds als legitime Mittel, um Investmentkapital aufzubringen, berichtete das Blatt. Viele hätten aber anscheinend nur den Zweck gehabt, Einkommen vor Steuern zu schützen.
Es seien insgesamt zehn der elf betroffenen Fonds auf Rat der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG LLP eingerichtet worden. Deren Steuerschutzpraktiken hätten die Aufmerksamkeit der Steuerbehörde IRS auf sich gezogen. Die Fonds seien zwischen 1999 und 2000 gebildet worden. Sie seien während der vergangenen zwei Jahre nach und nach wieder geschlossen worden, nachdem die SEC und Steuerbehörden-Vertreter Kaliforniens die Methode untersucht hätten.
(apa, red)
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