Österreichs Banken bleiben bei der Kreditvergabe zurückhaltend
- Rückläufige Entwicklung bei Unternehmenskrediten aus konjunkturelle Gründen
- Im Privatkundengeschäft ist Nachfrage angestiegen
Die österreichischen Banken sind in ihrer Kreditpolitik weiter vorsichtig. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage im Euro-Raum über das Kreditgeschäft, die Anfang Juli 2003 zum dritten Mal durchgeführt wurde.
Demnach haben die Banken im zweiten Quartal 2003 etwas weniger Kredite vergeben, besonders bei Unternehmenskrediten verhielten sie sich zurückhaltend, was die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) vor allem auf "Risikoaspekte" und die schwächere Konjunktur zurückführt. Gleichzeitig wurden die Bedingungen für die Kreditgewährung weiter verschärft.
Die rückläufige Entwicklung der Unternehmenskredite der vergangenen Monate war aus Sicht der OeNB vor allem konjunkturbedingt, die Ursachen dafür lägen sowohl in der Angebots- als auch in der Nachfrageseite.
Mehr Nachfrage bei Privakundengeschäften
Anders die Entwicklung im Privatkundengeschäft: Die Kreditnachfrage der Haushalte ist in den letzten drei Monaten sogar leicht gestiegen. Die Banken würden die Risikosituation im Privatkundengeschäft offenbar anders beurteilen als im Unternehmensbereich, daher sei die Verschärfung der Kreditrichtlinien für Ausleihungen an private Haushalte schwächer ausgeprägt gewesen. (apa/red)
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