Donnerstag, 7. August 2003

Euro-Anpassung: 72% haben sich an ihn gewöhnt

  • Jedoch weiter Frust über den "Teuro"
  • Auch Mehrheit der Schweizer würden Euro akzeptieren

Eineinhalb Jahre nach der Einführung des Euro haben sich 72 Prozent der Österreicher an die europäische Gemeinschaftswährung gewöhnt. Dies ergab eine am Donnerstag in Wien präsentierte Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE). Ein "Riesenprozentsatz" der Österreicher meint aber, dass durch den Euro vieles teurer geworden sei, sagte ÖGfE- Vizepräsident Heinz Kienzl.

21 Prozent der Befragten gaben im Juli an, sich ganz an den Euro gewöhnt zu haben. Bei einer ÖGfE-Umfrage im Jänner waren es erst 16 Prozent gewesen. 51 Prozent sagten, sie hätten sich "ziemlich" an den Euro gewöhnt. Gleich geblieben sind die Anteile jener, die sich noch nicht recht (22 Prozent) oder gar nicht (sieben Prozent) an den Euro gewöhnt haben.

Gewöhnungsprozess geht weiter
Kienzl wies darauf hin, dass der Gewöhnungsprozess an den Euro "langsam" sei, "aber er geht offenkundig weiter". Besonders gut gewöhnt an den Euro haben sich Personen im Alter von 26 bis 35 Jahren (81 Prozent), den niedrigsten Wert wiesen über 66-Jährige (62 Prozent) auf.

Frust über "Teuro"
Ungebrochen ist der Frust der Österreicher über den "Teuro". 76 Prozent der Befragten gaben im Juli an, dass nach der Einführung des Euro viele Waren und Dienstleistungen teurer geworden seien. Im Jänner waren es noch 70 Prozent gewesen. Dies stehe in einem "krassen Gegensatz" zu den "wissenschaftlich erarbeiteten Tatsachen", verwies Kienzl auf den Verbraucherpreisindex. (apa)

7.8.2003 13:58