Andritz erzielt trotz schwacher Konjunktur Zuwachs
- Im Gesamtjahr 2003 Umsatzplus & Ergebnisstagnation erwartet
- Schwacher Dollar drückte mit 20 Mio. Euro auf Umsatz
Der börsennotierte Anlagenbauer Andritz hat im ersten Halbjahr 2003 trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds ein Umsatzplus von 7,4 Prozent und einen Zuwachs beim Betriebsergebnis (EBIT) von 0,6 Prozent erzielt. Für das zweite Halbjahr 2003 erwarte Andritz eine "Fortsetzung der moderaten Entwicklung", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Leitner.
Umsatz, Auftragseingang und -bestand werden im Gesamtjahr 2003 über dem Vorjahresniveau liegen, während das Ergebnis nicht im gleichen Ausmaß mitwachsen werde, prognostizierte Leitner. Beim Umsatz halte man die Analystenprognosen für 2003 von einem 10- bis 15-prozentigem Plus für realistisch, das Ergebnis werde hingegen "grob auf dem Niveau des Vorjahres" bleiben.
Der schwache Dollarkurs habe sich im ersten Halbjahr mit 20 Mio. Euro negativ auf den Umsatz niedergeschlagen, berichtete Leitner. Von der Eurostärke erwarte Andritz aber "keine dramatische Beeinflussung", da alle Mitbewerber im Euroraum beheimatet seien und damit alle die selbe Ausgangsposition hätten.
Aufschwung spätestens ab 2004
Der Umsatz habe im ersten Halbjahr vor allem im größten Geschäftsbereich "Papier- und Zellstoffe" angezogen, während im Bereich Umwelt- und Prozesstechnologien sowie in der Futtermitteltechnik Rückgänge verzeichnet wurden, berichtete Leitner. Der Zellstoffbereich, wo sinkende Preise zu erwarten seien, werde vor allem dank des Großauftrags in Brasilien im dritten Quartal weiter wachsen. Im Umwelt- und Prozesstechnologiebereich sei spätestens ab 2004 mit einem Aufschwung zu rechnen.
Im Stahlbereich ging der Umsatz im Halbjahr wegen der zurückhaltenden Investitionstätigkeit in Europa und Nordamerika leicht zurück, positiv entwickle sich hingegen der Stahlmarkt in China.
Analystenerwartungen übertroffen
Andritz steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2003 um 7,4 Prozent auf 577,0 Mio. Euro, das EBIT legte um 0,6 Prozent auf 17,4 Mio. Euro zu und lag damit über den Analystenerwartungen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um 1,1 Prozent auf 34,9 Mio. Euro, die EBITDA-Marge bildete sich auf 6,0 (6,6) Prozent zurück. Das Ergebnis vor Ertragssteuern fiel mit 18,1 (17,3) Mio. Euro um 4,6 Prozent höher aus, der Jahresüberschuss nach Minderheiten wuchs um 5,4 Prozent auf 9,8 (9,3) Mio. Euro. (apa/red)
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