Donnerstag, 7. August 2003

Clou ging nicht auf: Vorarlberger Paar wollte mit kopierten 200-Euro-Scheinen shoppen

  • Falschgeld mit PC erstellt und auf Farbkopierer vervielfältigt
  • Betrügerisches Duo wurde in Deutschland überführt

Ein kriminelles Paar aus der Vorarlberger Grenzgemeinde Hörbranz (Bezirk Bregenz) ist von der Exekutive der Geldfälschung im großen Stil überführt worden. Mit gefälschten 200 Euro-Scheinen hatte das Duo überwiegend in Deutschland eingekauft und wurde bereits am 17. April in Reutlingen (D) verhaftet und in Untersuchungshaft genommen.

Der 45-jährige Mann und die 33-jährige Frau aus Hörbranz sind bereits im April in Reutlingen festgenommen worden, nachdem die beiden zuvor versucht hatten, durch Einkauf von Waren geringen Wertes gefälschte 200-Euro-Banknoten in Umlauf zu bringen. Im Zuge der Ermittlungen durch die Kriminalabteilung Bregenz, die in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt Wien und dem Landeskriminalamt Tübingen erfolgten, wurden den beiden fast 100 ähnliche Fälle vom März und April 2003 nachgewiesen.

Farbkopierer als Druckerpresse
Bei einer vom Gericht Hausdurchsuchung in Hörbranz wurden 137 zum Teil bereits fertig gestellte 200-Euro-Blüten - so genannte PC-Fälschungen bzw. Farbkopien - sicher gestellt. Insgesamt hat das Paar aus Vorarlberg Falschgeld im Gesamtwert von 46.600 Euro hergestellt. Es handelt sich bei dem Fall laut Sicherheitsdirektion um die "größte Falschgeld-Sicherstellung in Vorarlberg". (apa/red)

7.8.2003 09:47