Auch IKEA spürt die Kaufzurückhaltung
- Gesamtinvestitionen von 135 Mio. Euro geplant
- Verhandlungen für 3. Haus in Wien laufen
Auch Ikea spürt die Zurückhaltung der Kunden bei großen Anschaffungen. Der Umsatz der Österreich-Tochter wird im Geschäftsjahr 2002/03 (per 31. August) zwar voraussichtlich um 1,7 Prozent auf 352 Mio. Euro (brutto) steigen. Flächenbereinigt um den Aus- und Zubau im Stammhaus in Vösendorf blieb der Umsatz der 5 Ikea-Häuser jedoch um 3 bis 4 Prozent hinter dem Vorjahreswert.
Angesichts der generellen Marktentwicklung sei man auf dieses Ergebnis "wirklich stolz", sagte Ikea Österreich Chef Urs Meier. Die Zahl der Besucher stieg um 6,8 Prozent auf 7,9 Mio., die der Käufer um 5,4 Prozent auf 4,23 Mio..
Neues Haus in Salzburg bringt mehr Umsatz
Mit Prognosen für das kommende Geschäftsjahr 2003/04 ist die Ikea-Führung vorsichtig: Der Umsatz der bestehenden Häuser werde sich "ähnlich wie heuer" entwicklen sagte Meier mit Hinweis auf die flaue Wirtschaftslage. Das neue Ikea-Möbelhaus in Salzburg, dass nach nur neun Monaten Bauzeit im kommenden November eröffnet wird, soll im ersten Jahr rund 54 Mio. Euro Umsatz bringen.
Der Gesamtmarkt für Möbel in Österreich schrumpfte in den vergangen 12 Monaten um 4,5 Prozent auf 3,99 Mrd. Euro. Betrachtet man ausschließlich den Einzelhandel mit Möbel, ging der Markt um 5,2 Prozent auf 3,43 Mrd. Euro zurück.
Ausbau der bestehenden Standorte
In den kommenden 14 Monaten will Ikea quasi als Antwort auf die Konsumflaute insgesamt rund 135 Mio. Euro investieren, rund 64,5 Mio. Euro allein in Salzburg. Fast ebenso viel, 63,7 Mio. Euro, sollen in den Neubau des Ikea-Standortes in Haid (Oberösterreich) fließen, der im September 2004 fertig gestellt werden soll. Mit weiteren 7,4 Mio. Euro soll trotz des behördlichen Verbots eines Ausbaus des Ikea Innsbruck Abhilfe für das aus allen Nähten platzende Möbelhaus geschaffen werden. Ende September soll das neue Lager samt Warenausgabe, etwa 700 m vom Standort entfernt, fertig gestellt. Die frei werdenden 3.800 m2 werden sollen für eine Ausweitung des Sortiments um rund ein Viertel genützt werden.
Bald drittes Möbelhaus in Wien
Über die weiteren geplanten Standorte hüllt sich der Ikea-Chef noch in Schweigen. In Wien West sei zwar schon ein Standort gefunden, über den bereits die Verhandlungen mit den Behörden, das Geheimnis wo genau das Möbelhaus bis September 2006 entstehen soll, werde erst im Herbst gelüftet. Ein Jahr später soll dann auch im Ländle ein Ikea seine Pforten öffnen. Mit diesen 8 Standorten sollte die Umsatzgrenze von 700 bis 800 Mio. Euro erreicht werden, hofft Meier. (apa/red)
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