Bawag/P.S.K. will BayernLB-Anteil an LBA LandesBausparkasse kaufen
- Erwerb von 32,42-Prozent-Paket bei Kartellgericht angemeldet
- Vorbeugung, falls LBA-Aktionäre bei Kapitalerhöhung nicht mitziehen
Die Bawag/P.S.K.-Gruppe will von ihrem Minderheitseigentümer Bayerische Landesbank (BayernLB) den 32,42-prozentigen Anteil an der LBA Landesbausparkasse (Wien) übernehmen und damit zum LBA-Mehrheitseigentümer werden. Damit beugt die Bawag/P.S.K. laut eigenen Angaben für den Fall vor, dass andere LBA-Aktionäre bei einer offenbar bevorstehenden Kapitalerhöhung der LBA nicht mitziehen wollen.
"Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um Spielraum zu haben, falls es bei der LBA demnächst zu einer möglichen Kapitalmaßnahme kommt. Wir sorgen für den Fall vor, dass wir - wenn andere Aktionäre nicht mitziehen wollen - deren Anteile übernehmen können", so eine Bawag-Sprecherin.
Erwerb des Aktienkapitals bereits angemeldet
Beim Oberlandesgericht Wien als Kartellgericht wurde der Erwerb von 32,42 Prozent des LBA-Aktienkapitals durch die Bawag und die P.S.K. (zu jeweils 16,21) Prozent inzwischen angemeldet. Die Bawag war bisher laut "FirmenCompass" mit 17,5 Prozent an der LBA beteiligt und die P.S.K. mit 15 Prozent. Nach Abschluss der Transaktion wäre die Bawag/P.S.K. mit rund 65 Prozent neuer Mehrheitseigentümer der Wiener LBA LandesBausparkasse.
Die ursprünglich 1993 als "Hypo-Bausparkasse AG" gegründete LBA war Ende der 90er Jahre zu 65 Prozent von Bawag und ihrer 46,6 Prozent-Mutter BayernLB übernommen worden, nachdem sich die Hypos von NÖ, OÖ, Salzburg und der Steiermark zurückgezogen hatten. Hypo Alpe Adria sowie die Vorarlberger Hypo halten nach letzten Angaben noch jeweils 12,5 Prozent an der LBA, 10 Prozent die Österreichische Beamtenversicherung (ÖBV).
Kleinste der fünf Bausparinstitute in Österreich
Die LBA ist nach bestehenden Verträgen das Kleinste der fünf Bausparinstitute in Österreich. 2002 kam sie im Neugeschäft auf fast 89.600 abgeschlossene Bausparverträge, was einem Marktanteil von mehr als 9 Prozent entsprach. Per Jahresende 2002 hatte das Institut (83 Mitarbeiter) knapp 228.900 "Bausparer" in seinem Bestand. Die Bauspareinlagen betrugen gut 524 Mio. Euro. (apa/red)
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