WestLB - Bonitätsrisiken reißen weitere Löcher in Bilanz
- Für 2003 weiterer Verlust nicht ausgeschlossen
- Arbeitnehmervertreter denken an Anzeige wegen verletzter Geheimhaltungspflicht

Bei der deutschen Großbank WestLB wird aufgeräumt - und was ans Licht kommt, bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Heute legt der Vorstand dem Aufsichtsrat die Zahlen über das vergangene Halbjahr vor. Und es tun sich weite Löcher auf... Ein Fehlbetrag von 340 Millionen Euro steht im Raum.
Vor wenigen Wochen hatte WestLB-Chef Johannes Ringel gesagt, dass das gute operative Ergebnis aus dem ersten Halbjahr vollständig durch weitere Risikovorsorge aufgezehrt werde. Für 2003 schloss er einen weiteren Verlust nicht aus.
Im vergangenen Jahr hatte die WestLB AG durch umfangreiche Abschreibungen auf riskante Auslandsgeschäfte einen Verlust von 1,7 Mrd. Euro geschrieben. WestLB-Chef Ringel kündigte an, dass die Risiken aus dem Engagement im ersten Halbjahr 2003 abgearbeitet würden.
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Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der WestLB wollen bei der Sitzung des Kontrollgremiums den Vorstand auffordern, Anzeige wegen Verstoßes gegen die Geheimhaltungspflicht gegen unbekannt zu erstatten. Hintergrund sei, dass zuletzt häufig vertrauliche Informationen aus der Bank an die Öffentlichkeit geraten seien, schrieb das Blatt. Es berief sich auf einen Brief an WestLB- Aufsichtsratschef Bernd Lüthje.
(apa, red)
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