Dienstag, 5. August 2003

EU mit 14,4 Millionen Arbeitslosen im Juni

  • Jugendliche unter 25 Jahren am stärksten betroffen
  • Männer etwas stärker betroffen als Frauen

Rund 14,4 Millionen Männer und Frauen waren im Juni nach Schätzungen des europäischen Statistikamtes Eurostat in der EU ohne Arbeit. Wie Eurostat am Dienstag mitteilte, verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Eurozone unverändert bei 8,9 Prozent gegenüber dem Vormonat Mai, während sie in der EU 15 geringfügig von 8 auf 8,1 Prozent stieg.

Eine der niedrigsten Arbeitslosenraten im EU-Vergleich verzeichnete im Juni erneut Österreich mit 4,4 Prozent. Im Juli ist die Rate laut Statistik Austria auf 4,5 Prozent gestiegen. Nur Luxemburg (3,7 Prozent) und die Niederlande (4,1 Prozent im Mai) schnitten noch besser ab. Spanien musste mit 11,4 Prozent erneut die höchste Arbeitslosenquote EU-weit verbuchen.

Gegen den Trend nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern im Jahresabstand etwas stärker als bei den Frauen zu. In der Eurozone waren 7,8 Prozent der Männer gegenüber 7,3 Prozent im Vorjahresmonat auf Stellensuche, bei den Frauen kletterte die Arbeitslosenrate im gleichen Zeitraum von 9,9 auf 10,3 Prozent. In der EU insgesamt erhöhte sich die Arbeitslosenquote der Männer im Jahresabstand von 6,9 auf 7,4 Prozent, die Zahl der arbeitslosen Frauen stieg im gleichen Zeitraum von 8,7 auf 9 Prozent.

Am härtesten betroffen von der Arbeitslosigkeit waren wiederum Jugendliche unter 25 Jahren, von denen im Juni 16,9 Prozent in der Eurozone und 15,7 Prozent in der EU keinen Arbeitsplatz hatten. Im Jahr zuvor hatte sie noch 16,4 Prozent in der Eurozone und 15,1 Prozent in der EU betragen. Die niedrigste Arbeitslosenrate bei Jugendlichen wies Österreich mit 7,4 Prozent aus, in Spanien erreichte sie hohe 23 Prozent. Zum Vergleich betrog die Arbeitslosenquote in den USA im Juni "lediglich" 6,4 Prozent und in Japan 5,3 Prozent.
(apa)

5.8.2003 12:33