ProSiebenSat.1 - Plötzlich neuer Konkurrent um TV-Sender
- Saban-Offert beläuft sich über mehr als eine Milliarde Euro
- Heute fällt Entscheidung im KirchMedia-Gläubigerausschuss
Der US-Milliardär Haim Saban hat in letzer Minute Konkurrenz für sein Angebot zum Kauf von Deutschlands größtem TV-Konzern ProSiebenSat.1 bekommen. Die Beteiligungsfirma Apax Partners habe dem Gläubigerausschuss der insolventen ProSiebenSat.1-Muttergesellschaft KirchMedia vor dessen Sitzung ein weiteres Angebot vorgelegt. Apax bietet 8 Euro je ProSiebenSat.1-Stammaktie und damit mehr als Saban, der 7,50 Euro bezahlen will.
Die KirchMedia berät heute über ein neues Angebot des US-Unternehmers Haim Saban zur Übernahme der ehemaligen Kirch-Sendergruppe ProSiebenSat.1. Das Angebot beläuft sich nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auf mehr als eine Milliarde Euro.
Ein erster Versuch Sabans, das milliardenschwere Herzstück der insolventen KirchMedia zu übernehmen, war Anfang Juni geplatzt. Dabei hatte sich der US-Investor offenbar finanziell übernommen.
US-Milliardär Saban will selbst angeblich nur 26 Prozent der deutschen TV-Sender übernehmen. Das Geld für die Übernahme soll aber bereits auf einem Konto bereitliegen und von dort sofort nach Vertragsunterzeichnung überwiesen werden.
Alle Beteiligten des geplanten Milliardengeschäfts zeigten sich optimistisch, dass es diesmal zum erfolgreichen Abschluss der Gespräche komme.
Saban hatte Anfang Juni im monatelangen Poker um die KirchMedia-Kernfirmen sein Angebot zuvor immer wieder in die Höhe geschraubt und damit schließlich den lange Zeit als Sieger geltenden Hamburger Heinrich Bauer Verlag ausgestochen.
(apa, red)
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