Montag, 4. August 2003

205.077 ohne Job: Rekordarbeitslosigkeit im August

  • Arbeitslos bzw. in Schulungen "geparkt": zusammen 239.758 - vor allem Dienstleister und Jugendliche
  • Höchster Augustwert seit zehn Jahren!

Die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt hat sich im August weiter zugespitzt. Mit 205.077 Arbeitslosen wurde heuer der höchste Augustwert seit zehn Jahren erzielt. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 2,7 Prozent zu, gegenüber Juli stieg die Zahl der Jobsuchenden um 2,6 Prozent, geht aus der Arbeitsmarktstatistik des Arbeitsmarktservice hervor.

Rechnet man zu den offiziellen Arbeitslosenzahlen die derzeit in Schulung befindlichen 34.681 (plus 10,6 Prozent gegenüber 2002) Jobsuchenden dazu, waren im August 239.758 Personen auf Arbeitssuche. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren vor allem Dienstleistungsberufe und Jugendliche betroffen.

Der eigentliche Gradmesser für die Entwicklung am Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote, erhöhte sich heuer auf 5,9 Prozent. Ein Wert in dieser Höhe wurde im August in den vergangenen zehn Jahren nur einmal, nämlich 1998, erreicht. Im Juli 2003 und im August 2002 erreichte die Quote 5,8 Prozent. Nach EU-Kriterien betrug die August- Quote 4,5 Prozent und blieb damit gegenüber Juli unverändert. Gegenüber dem Vorjahr stieg sie um 0,2 Prozentpunkte.

Im August erhöhte sich die Zahl der unselbstständigen Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 0,78 Prozent oder um 25.080 Betroffene. Um Präsenzdiener und Karenzgeldbezieherinnen bereinigt stieg die Beschäftigung lediglich um 6.486 Betroffen an. Gegenüber Juli ging die Beschäftigung in Österreich um 20.608 oder um 0,63 Prozent zurück. Der starke Rückgang im Monatsvergleich ist unter anderem auf das Ende der Hochsaison im Tourismus zurückzuführen.
(apa)

4.8.2003 11:53